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Archiv der Kategorie ‘Märchen’

Mein Märchenurlaub in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Von Guanche am 2. Juni 2012 veröffentlicht

Wir wollten mal wieder im Urlaub eine wunderbare Zeit verbringen und eine Reise in den Orient sollte zur Erfüllung aller Urlaubsträume werden. Die Emirate Adschman, Dubai, Schardsch, Umm al-Qaiwain, Abu Dhabi, Fudschaira und Ra´s al-Chaima lockten uns mit einem Urlaubstraum aus 1001 Nacht. Für viele Urlauber beginnt schon ein wahrer Märchenurlaub, wenn man zum Dubai Flug gestartet ist und unsere Reise nach Dubai wurde auch dort schon zum schönen Erlebnis. Wir freuten uns schon beim Blick auf die Wolken auf unser Urlaubsziel, denn diese Metropole am Persischen Golf hat schönste Natur und viele wunderbare Sehenswürdigkeiten zu bieten. Schon immer war es unser Traum ein Zimmer im Burj Khalifa zu beziehen und wenn auch nur für die kurze Ferienzeit. Als dieser Traum nun in Erfüllung ging, da wussten wir, dieses Hotel musste man einfach mal erlebt haben. Mit seinen beeindruckenden 828 Metern das höchste Gebäude der Welt, bietet es den puren Luxus und wer nicht ständig in den schönsten Sternehotels wohnt, der wird wie wir ehrfürchtig erstarren vor soviel schönem Luxus. Bei einer Stadtrundfahrt konnten wir feststellen, dass Dubai viele tolle Sternehotels bieten kann und ob man nun ein Hotel in Katar, Hotels in Abu Dhabi oder ein luxuriöses Hotel in Dubai auf Reisen nach Dubai gebucht hat, hier bekommt das Wort Luxus und Service eine ganz neue Dimension.

Für unseren Dubai Urlaub hatten wir uns vorgenommen die vielen Bauwerke der Stadt anzuschauen und schon der Blick auf die Business Bay war sehr beeindruckend, aber auch die Rolex Twin Towers waren ein wunderbares Motiv für die schönsten Urlaubsbilder. Natürlich wollten wir auch das historische Leben in Dubai kennenlernen und so haben wir einen wunderbaren Ausflug zum Heritage Village gemacht. Dubai Fountains, der Emirate Golf Club oder die Museen der Stadt, Dubai sollte man einfach gesehen haben. Viele ungewöhnliche Dinge konnten wir hier erleben, so gibt es eine große Halle für alle die gerne im Orient auch einmal Skifahren oder Rodeln wollen. Wer dieses Vergnügen aber lieber landestypisch haben möchte, der konnte auch in der Wüste Skifahren. Berühmt sind die Perlenfischer dieses Landes und das Perlendorf von Dubai haben wir auf einer Sightseeingtour durch dieses wunderbare Land besuchen können. Ebenso haben wir im Orient nicht die typischen Basare und Märkte verpasst, so dass wir in Dubai selbstverständlich auf den Gold Suk gegangen sind. Und auch der Gewürz Suk und der alte Markt war Ziel eines Ausflugs in dieser turbulenten Metropole. Die meisten Urlauber zieht es aber immer wieder in die großen Einkaufsmalls der Stadt ziehen und die Mall of the Emirates und die Dubai Mall, beeindrucken durch die Vielzahl an Geschäften und die faszinierende Auswahl an Produkten. Deshalb haben auch wir uns in das Getümmel dieser großen Malls gestürzt und jeder aus der Familie war begeistert, als wir mit vollen Einkaufstüten wieder im Hotel angekommen sind.

Nach aufregenden Tagen in Dubai ging es weiter nach Abu Dhabi und auch hier warteten die schönsten Hotels in Abu Dhabi auf den Urlauber und purer Luxus ist ein Zeichen, dass man seinen Urlaub in den Vereinigten Arabischen Emiraten verbringt. Ein tolles Highlight unserer Reise war der Besuch der Ferrari World und hier konnten wir die schnellste Achterbahn der Welt, die Formula Rossa nutzen. Einmal im Jahr zieht es aber vor allem die Sportfans in dieser Region der Welt, denn die Formel Eins setzt dann auf schnelle Wagen und den Rausch der Geschwindigkeiten und auch wir hätten gerne Schumi und Co. im Geschwindigkeitsrausch erlebt. Natürlich konnten wir auch hier einen wunderbaren Einkaufsbummel machen, aber die Kinder liebten den Ausflug in den Tierpark der Stadt, denn der Zoo Al-Ain hat eine tolle Vielfalt an den schönsten Tierarten. Ein schönes Highlight war der Besuch des Kamelmarkts der Stadt, aber auch das Mujeirib Forb aus dem Jahr 1830 war interessiert und wir waren von der Besichtigung ganz begeistert. Ein besonderes Ausflugsziel vor Abu Dhabi war aber die Insel des Glücks Saadiyat und die hier entstehende Kulturstadt soll das Prestigeobjekt der Vereinigten Arabischen Emirate werden. Theater, Oper und Konzertsaal, eine Dependance des Pariser Louvre, ein orientalisches Guggenheim Museum und ein außergewöhnliches Maritime Museum, alles konzipiert von großen Architekten sollen den neuen Magneten für viele Touristen schaffen, die sich auch im Urlaub nicht nur an wunderbaren Sandstränden räkeln wollen, sondern die sich auch gut unterhalten lassen wollen. Der Ausflug auf diese Insel war toll und wunderbare Architektur kann man hier überall sehen.

Als weiteren Höhepunkt der Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate hatten wir ein Hotel in Katar gebucht und abends konnten wir über die wunderbare Corniche, die tolle Uferpromenade von Katar flanieren. Die orientalischen Kaufsitten konnten wir nirgendwo anders so wunderbar studieren, wie in den Märkten und Basaren dieser Stadt und der Souq Waqif in Doha war ein beliebtes Ausflugsziel der Stadt und ein Urlaubermagnet. Eine Insel der Superlative ist The Pearl das schöne Prestigeobjekt vor den Toren von Katar, das mit schönsten Hotels, vielen Freizeitsparks und wunderbaren Sandstränden auch uns und viele andere Urlauber ins exotische Katar gelockt hatte. Ein ganz besonderes Naturschauspiel sind die Singenden Dünen vor den Toren der Stadt und der extrem trockene Sand machte einen singenden Ton, als wir die Dünen hinuntergerutscht sind. Einen schönen Ausflug haben wir zu einem der Wahrzeichen der Stadt dem Fort Al Zubara gemacht und auch die Kalksteinfelsen von Jabal al Jassassiya haben wir nicht verpasst. Hier kann man wunderbare Felsgravuren sehen, die die Bewohner dieser Region schon vor Jahrtausenden in den Stein gemeißelt haben. Wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten üblich, ist auch Katar ein wunderbarer Ort für jeden Einkaufsfan und die Villagio Shopping Mall, eine tolle Themen Mall oder die Hyatt Plaza Mall werden mit schönsten Angeboten begeistern. Wir haben die größte Mall der Stadt die City Centre Mall besucht und ob man Schmuck oder Kleidung kaufen will, hier wird man garantiert fündig.

Reist man in die Vereinigten Arabischen Emirate, dann sollte man sich an die Sitten und Gebräuche des Landes halten. Vor allem beim Autofahren in den Emiraten war es wichtig, dass man sich daran hält das hier ein absolutes Alkoholverbot besteht. Auch beim Filmen und Fotografieren haben wir immer Vorsicht walten lassen, besonders bei verschleierten Frauen, die wir nicht ohne die Einverständniserklärung ihrer männlichen Begleiter fotografiert haben. Ein besonderes Vergnügen war für uns aber das Feilschen, das erst nach einigen Versuchen wirklich gut klappte. Reisen nach Dubai, die wunderbarste Urlaubszeit unseres Lebens und eine orientalische Traumwelt, wo jeder Urlauber wie wir verwöhnt wird.

 

Vogelperspektive

Von fantastixx am 20. Oktober 2011 veröffentlicht

Die Sonne ging gerade auf an der Küste. Das Rauschen von den Wellen war ruhig und sanft. Am Strand rollten die Wellen über den marmorfarbigen Sand und der weiße Schaum löste sich am Ufer auf. In Porto Cristo machten sich die ersten Händler daran, ihr Tagewerk zu beginnen. Die Fischer hatten in der Nacht reiche Beute gemacht und fuhren nun langsam in den Hafen ein. Hinter ihnen flog eine kreischende Schar von Möwen her. Ihre Schreie konnte man schon von weitem am Festland sehen. Wenn die weißen Vögel so tief über dem Wasser flogen und kreisten, war es ein gutes Zeichen für die Bewohner der kleinen Hafenstadt. Das Schiff hatte nicht den Meeresgrund in der Nacht berührt und die Männer würden hoffentlich mit einer guten Ausbeute zurück kehren. Kurz bevor das Schiff den Hafen von Porto Cristo erreichte, stürzten sich einige der Möwen senkrecht ins Meer. Während sie ins Wasser eintauchten, wie Pfeile, fischten sie nach dem was die Fischer über Bord warfen. Eine dieser Möwen sah, wie einem der Seeleute ein Fisch mit seinen letzten Zuckungen versuchte, zurück ins Wasser zu gelangen. Mit einem letzten Flossenschlag hüpfte er tatsächlich über Bord. Pfeilschnell, wie ein Torpedo legte die Möwe die Flügel an, um sich die Beute nicht entgehen zu lassen. Der Aufschlag bremste sie, doch bevor der noch benommene Fisch entwischen konnte, packte sie mit dem Schnabel zu. Sie tauchte aus dem aufgepeitschten Wasser auf und verschlang ihn gierig, ehe eine ihrer Artgenossen ihr den Fisch entreißen konnte. Dann drückte sie sich mit aller Kraft vom Wasser ab und erhob sich zurück in die Luft. Sie kreiste noch ein paar Mal über das Boot, aber erkannte, dass es heute nicht mehr allzu viel geben würde.

Von den Winden gestützt, begann sie an der Küste entlang zu segeln. Unter ihr türmte sich das Meer und die weißen Wogen sahen für einen Normalsterblichen gefährlich aus. Die Möwe kümmerte sich nicht weiter darum und segelte an der Insel entlang. Der Berge im Inneren der Insel waren von einigen Bäumen bewachsen, aber auch felsige Steinwände waren zu sehen. Die Insel, die so beliebt war bei den Menschen und doch so unterschiedliche Eindrücke hinterließ. Mallorca, wurde sie genannt, sie war so vielseitig wie ein Smaragd, der je nach Lichteinfall anders erstrahlte. Unter der Möwe eröffneten sich Sandstrände, die den Teil der Insel säumten, wie einen Streifen. Bald erschien unter ihr eine weitere Hafenstadt: Cala Ratjada, die Rochenbucht. Umsäumt von grünen Hügeln lag die Stadt direkt am Meer und die letzten Fischerboote brachten gerade ihre Ladung herein. Am frühen Morgen war es hier angenehm. Die meisten Besucher der Stadt schliefen noch. Die weiß getünchten Häuser leuchteten in der Morgensonne und der Hafen strahlte eine Ruhe aus. Hier hatte die Möwe manchmal des Nachts auf einem Masten der Schiffe geschlafen und den klaren Himmel und den Mond betrachtet. Tagsüber war hier zu viel Rummel, um Fische zu fangen. Menschen fuhren mit ihren Segelbooten hinaus, Schiffsverkehr herrschte. Manchmal, wenn die Möwe es wollte, flog sie an den Kai herunter, wo Touristen sie mit Brot fütterten.

Unweit von Mallorca, lag die kleinere Insel, der Ort, an dem die Möwe einst geschlüpft war. Menorca war so anders als die große Insel. Weniger Menschen strömten zu ihr, mehr Ruhe wahr hier. Die Insel war von einem grünen Teppich aus Bäumen überzogen. Nur im Norden der Insel ragten schroffe und steile Küstenhänge aus dem Wasser. Hier donnerte die Brandung gegen den Fels und hinterließ ein lautes Echo, dass nicht einmal die Möwe mehr etwas hören konnte. Wenn die Möwe über die Insel flog lagen unter ihr alte Bauernhöfe oder weite Wiesen und die Insel war ein Ort der Ruhe. Während die Möwe ihre Runde über Cala Ratjada drehte, dachte sie an diesen Ort. Als der Wind sich drehte, drehte auch sie ab, weg von der Rochenbucht, fort von Mallorca. Unter ihr lag nur das tiefe Blau des Meeres. Ein paar kleine Schiffe fuhren zwischen den Inseln herum. Die Sonne war mittlerweile hoch am Himmel und das Wasser glitzerte und spiegelte ihre Strahlen. Begleitet vom Rauschen des Meeres und des warmen Südwindes flog die Möwe zurück zu ihrer Heimat.

Das Casanova – Experiment

Von AdrianeFranz am 20. Oktober 2011 veröffentlicht

Die Leserschaft von Ciacomo Casanova wird bestätigen, dass der Stoff des klugen und verrückten Mannes aus dem 18. Jahrhundert mehr ist als nur vielerlei Beschreibungen erotischen Vergnügens. Casanova ist ein genauer Besobachter seiner Zeit, war gebildet, reiste viel, sah hinter die Kulissen und kannte wichtige Persönlichkeiten. Sein Werk ist eine Art Sittengemälde seiner Epoche jenseits simpler und platter Amouren eines genitalgesteuerten Subjektes, wiewohl erotische Ergüsse sicherlich nicht zu kurz kommen. Die Art und Weise vermag auch sicherlich manchem heutigen Leser die Schamesröte ins Gesicht treiben. Jedoch, die Weite des Spasses, welchem sich ein Leser aussetzt, ist in der Tat unermesslich.

Nun geschah vor einiger Zeit folgendes. In einem edlen Hause in Österreich mit Namen Hotel Tirol hatte sich eine illustere Gesellschaft eingefunden, allesamt Söhne von nicht unvermögenden Leuten. Nun ist das Tirol Hotel nicht irgendwie dafür bekannt, ein Ort besonders seltsamer und eigenartiger Vorkommnisse zu sein, aber es ist ein gern besuchter Platz von sorglosen und durchaus den Luxus nicht ablehnenden Induvidien aus aller Herren Länder. Hier trifft man sich ungezwungen, geniesst einen feinen Lebensstil und vor allen Dingen Entspannung und eine inspirierende Kulisse.

Die eben genannte illusterse Gesellschaft bestand durchweg aus kultivierten und gut gebildeten jungen Männern, deren Lebensfreude sie – vielleicht auch ihres noch jungen Alters wegen – zuweilen gar zu verrückten Dingen nachgehen liess. Hier mag der gesetzte Mensch sogar zu lächeln beginnen, aber sehen wir weiter. Die Jungen verehrten in nicht geringem Masse Casanova, und der wahre Grund ihres Treffens an dem schönen Ort war ein Wettbewerb der besonderen Art. Casanova erzählte einst von einem koitalen Marathon, den er mit einem jungen Mann bestritt. Sie wollten sehen, wer von beiden die grössere Manneskraft besitzen würde. Dabei berichtet Casanova, dass er sich vorbereitete mit einer Mixtur aus Wein und viel Eigelb.

Unsere jungen Männer hatten sich bereitwillige Damen bestellt und in Casanovas Weise den Vorsatz gehabt, es diesem gleich zu tun.
Am Morgen des nächsten Tages, die Sonne war noch nicht aufgegangen, war der medizinische Notdienst Gast auf dem Hotelgelände. Drei der jungen Männer kamen mit massiven Kreislaufproblemen ins Krankenhaus. Wie sich herausstellte, hatten die jungen Casanovaliebhaber nicht mit offenen Karten gespielt, sondern übermässig Viagra zu sich genommen und damit in ernste Lebensgefahr gebracht. Unglaublich, wozu literarische Phantasie in der Lage ist!

Dianes goldener Bilderrahmen

Von Jodokus am 29. Dezember 2010 veröffentlicht

Jodokus ist ein kleiner Entenerpel der in einem Baumhäuschen wohnt. Er hat sich seine Wohnung schon sehr schön eingerichtet mit einem flauschigen Bett aus Entenfedern, einem Holztisch, ein paar Stühlen und einem Ofen, der ihn schön wärmt, wenn es im Winter klirrend kalt ist. Wenn ihm einmal langweilig ist, dann lädt er seine Freunde zu sich ein um zu spielen oder um gemeinsam auf der Baumterasse Träumen nachzuhängen. Die Baumterrasse hat er mit vielen kleinen golden Spiegelrahmen ausgestattet, die das Sonnenlicht in den grünen Blättern des Eichenbaumes spiegeln lassen.

Doch manchmal wird Jodokus traurig dabei, denn er vermisst seine Diane, eine schöne Entendame, die schon lange über den großen Teich nach Entenstetten geschwommen ist, wo sie mit ihren Eltern eine moderne Stadtraumwohnung bezogen hat. Jodokus zieht das einfache Leben auf dem Land vor, mit seinen Freunden, der guten Luft und den vielen Erlebnissen am Fluss, im Wald oder den tiefen Gedanken eines Entenerpels auf seiner Baumterrasse. Aber im nächsten Sommer möchte Jodokus Diane unbedingt besuchen, denn er vermisst sie doch so sehr. Zuviele schöne Erinnerungen verbinden ihn mit Diane, wie sie unten am Fluss gemeinsam dem Sonnuntergang entgegengeschwommen sind, oder Fliegenfischern mit ihrem Gesangesgequake den letzten Fisch verjagt haben. Er möchte sie auch überreden, zu ihm in sein Baumhaus zu ziehen, das er doch so schön eingerichtet hat. Dabei wird er ihr auch erzählen, das er ihr Bild über dem Kamin aufgehängt hat, in einem wunderschönen, wertvollen Bilderrahmen, den er selbst gemacht hat, mit echtem Gold belegt, dass er selbst im Fluss mit seinen eigenen Federn gesiebt, dann geschmolzen und zu Blattgold verarbeitet hat. Jodokus ist nämlich auch ein sehr begabter Handwerker und hat bei Vergolder Antikus, dem Bieber und Holzbaumeister, gelernt, wie man Blattgold herstellt. Jodokus denkt sich, es wäre doch gelacht, wenn er, der Gold zum Schmelzen bringt, nicht auch das Herz von Diane zum Schmelzen bringen könnte. Und er kann ihr dann auch erzählen, das viele andere Bewohner im Wald und auf dem Land seine Bilderrahmen mögen, und er diese sicher auch in der Stadt verkaufen kann. Und so verfliegt die Traurigkeit wieder aus Jodokus´ Entenerpelgesicht. Ob Jodokus bald Diane in seine goldenen Erpelflügel nehmen darf?

Hanni im Goldrausch

Von Samsa am 29. Oktober 2010 veröffentlicht

Es war einmal ein kleines Mädchen mit knallrotem, gelockten Haar und vielen Sommersproßen im Gesicht. Ihr Name war Hanni und es lebte einsam, arm und allein in einem kleinen Städtchen namens Küstrin. Küstrin liegt heute in Polen. Es gehörte aber im 19. Jahrhundert noch zu Deutschland oder besser gesagt zu Preußen. Hanni war 10 Jahre alt und war einsam, da sie ihre Eltern verloren hatte. Ihre Eltern kamen bei einer großen Flut um. Küstrin lag an einem großen Fluss, der Oder. Die Oder war ein gefährliches Fluss, da sie oft Hochwasser hatte. In manchen Jahren aber war das Hochwasser so schlimm, dass es weit über die Ufer stieg und viele Häuser überflutete. Außerdem konnte der Fluss dabei eine starke Strömung entwickeln und Menschen und Tiere einfach mit sich mitziehen. Dies passiert Hannis Eltern, vermutete man jedenfalls. Denn sie wurden nie wieder gesehen nach der Flut.

Niemand wollte sich jedoch so recht um das kleine Mädchen kümmern, welches die liebenden Eltern nach ihrem Verschwinden hinterlassen hatten. So war Hanni bereits mit neuen Jahren ganz auf sich allein gestellt und musste sich um Essen, Trinken und Geld bemühen. Da sie jedoch noch so jung war, wollte ihr niemand eine Anstellung geben und somit konnte sie auch kein Geld verdienen. Ohne Geld jedoch konnte sie sich nichts zu essen oder zu trinken kaufen. Also, versuchte sie wohlhabende Leute zu bitten, ihr eine kleine Spende oder ein Stück Brot zu geben. Die reichen Leute aber waren häufig sehr erzürnt, wenn sie sie anbettelte. Als Antwort bekam sie oft: “Wir sind ehrliche Leute und gehen ehrlichen Arbeiten nach, wieso sollten wir die Gesindel was geben?!”. Hanni war an vielen Tagen sehr verzweifelt, aber sie hatte einen großen Traum. Wenn sie erwachsen war, wollte sie auch wohlhabend sein und mit ihrem Geld anderen armen Kindern helfen, ihnen Unterkunft, Essen und Trinken geben. Deshalb überlegte sie oft, wie sie an so viel Geld kommen könnte.

Mitte des 19. Jahrhunderts gab es plötzlich großes Aufsehen unter den Geschäfts- und Handelsmännern in Küstrin und auch in anderen Städten. Viele von ihnen zogen in die neue Welt, genannt Amerika, denn sie hatten gehört, dass man dort mit einem Metall sehr reich werden konnte. Dieses Metall hieß Gold und war unsagbar wertvoll. Hanni war inzwischen 14 Jahre alt und hatte schon einige kleinere, eher niedere Tätigkeiten in Küstrin wahrgenommen. Für gehobenere Arbeiten empfand man sie nicht als qualifiziert genug,  da sie nur eine arme dumme Waise war.

Als sie von dem sogenannten Goldrausch in Amerika hörte, hatte sie die Idee ihr Glück auch in der neuen Welt zu suchen. Doch wie sollte sie bloß eine teure Fahrkarte für das Schiff bezahlen? Denn man musste ganze drei Monate auf dem Schiff bleiben, um nach Amerika zu schippen. Da traf sie einen Jungen, der nur ein Jahr älter als sie war. John war auch eine arme Waise und hielt sich mit Matrosenarbeiten über dem Wasser. Er kam eigentlich aus England, sprach aber inzwischen ein wenig Deutsch, da die Schiffe, auf denen er arbeitete häufig in Deutschland anlegten und deutsche Passagiere mitnahmen. Er freute sich sehr darüber, jemanden in seinem Alter kennenzulernen, der seine Probleme so gut verstehen konnte. Also, niemand konnte das besser als die arme Hanni! Da er nicht mehr allein sein wollte und Hanni gern nach Amerika wollte, bot er ihr an, sie heimlich mit auf das Schiff zu nehmen und sie dort zu verstecken, bis sie Amerika erreicht hatten. Hanni war begeistert! Also zogen sie beide in der Nacht auf das Schiff, damit sie in der Dunkelheit niemand sehen konnte und in der Früh des folgenden Tages legte das Schiff ab. Hanni war sehr aufgeregt, da sie noch nie auf einem Schiff war, noch nicht einmal auf einem Boot. Sie konnte noch nicht mal schwimmen, warum sie auch ein bisschen Angst hatte. Sie verstand sich jedoch sehr gut mit John und sie hatten viel Spaß gemeinsam.

Nach zweieinhalb Monaten anstrengender Schifffahrt erreichten sie endlich das von allen Passagieren heiß ersehnte Amerika! Nun trennten sich die Wege Johns und Hannis wieder und sie waren deshalb sehr betrübt aber sicher, dass sie sich eines Tages wiedersehen würden als reiche Menschen.

Hanni betrat die kleine Stadt San Francisco und begab sich sofort daran, herauszufinden, wie und wo man nun dieses Gold herbekommt. Einige Goldsucher waren sehr überrascht, dass ein junges deutsches Mädchen sich auf die anstrengende Suche nach Gold begeben wollte. Denn die meisten Goldsucher waren graubärtige Männer. Sie wiesen sie zum American River in den Sierra Nevada, einem großen Gebirge. Als sie dort ankam, sah sie viele Männer mit eigenartigen Schüssel in der Hand. All diese Menschen standen mit hochgekrämpelten Hosen im Wasser und schienen dieses zu waschen! Sie fragte ein paar von den Männern, was sie da taten und diese erklärten ihr den Vorgang des Goldwaschens. Man füllte dazu die Schüsseln, die statt eines Bodens ein Sieb hatten, mit Kies vom Flussgrund und siebte es in der Hoffnung auch nur einen winzigen Brösel Gold zu finden.

Hanni lieh sich von einem Goldsucher solch eine Schüssel und begann zu waschen. Bereits nach einer Stunde hatte sie einen etwa einen Zentimeter großen Goldklumpen gefunden. Sie selbst konnte den Wert dieses Stückchens jedoch noch nicht wirklich einschätzen und freute sich daher nicht übermäßig. Am Ende des Tages, nachdem sie 16 Stunden lang Gold gewaschen hatte, hatte sie einen stattlichen Haufen gesammelt. Mit ihrem Fund ging sie zum Tauschbüro und zeigte ihn vor. Der Angestellt war außerordentlich überrascht und erfreut über ihren großen Fund, den sie selbst gar nicht als solchen empfunden hatte. Er gab ihr daraufhin einen großen Sack mit Goldmünzen und sagte zu ihr: “Mein liebes Mädchen, nun musst du nie wieder arbeiten, denn du bist unschätzbar reich!”. Hanni fiel aus allen Wolken, als sie die ganzen Münzen betrachtete und konnte es kaum glauben, dass sie nach einem Tag Arbeit bereits alles geschafft hatte, was sie erreichen wollte. Sie fuhr in die Stadt San Francisco zurück, um das Schiff zurück nach Deutschland zu nehmen. Auf dem Weg durch die Stadt jedoch fiel ihr auf, dass es auch in Amerika viele arme Kinder und Familien gab. So entschied sie sich in diesem wundervollen Land zu bleiben, was ihr schließlich den Reichtum geschenkt hatte, und eröffnete in San Francisco ein Waisenhaus mit einem wunderschönen Tag, einem kleinen Bach. Sie nannte das Haus Goldkinder. Die Goldsuche führte sie jedoch fort und schickte immer wieder Briefgold zu ihrem alten Freund John nach England.

Lenas Traum

Von Halogenlicht am 30. Juni 2010 veröffentlicht

Es war schon ziemlich spät, aber Lena hatte keine Lust schon wieder ins Bett zu gehen und auf den nächsten Tag zu warten, sie war wie so oft, noch gar nicht müde. Stattdessen machte sie es sich in ihrem Zimmer gemütlich und freute sich darauf, ihr spannendes Buch weiter lesen zu können. Sie wusste genau, dass ihre Mutter es gar nicht gerne sah, wenn sie so spät noch ein Buch las, zumindest schien es Lena so, als ob ihre Mutter es nicht gerne sah. Aber die Geschichte war einfach zu spannend, so dass sich Lena jeden Abend auf die Fortsetzung freute. Immer wenn sie las, vergaß sie die Welt um sich herum und alles schien so einfach.

Ob ihre Mutter wusste, dass sie immer heimlich unter der Bettdecke mit Taschenlampe las? Wahrscheinlich wusste sie es, aber tolerierte es, weil sie es in ihren jungen Jahren wohl auch nicht anders gemacht hatte. Lenas Mutter wusste, dass das Lesen vor dem Schlafen gehen die Fantasie für Träume anregen konnte und die Gedanken für den nächsten Tag positiver erscheinen ließ.

Lena machte sich für ihr Bett fertig und wünschte ihren Eltern eine gute Nacht. Ins Bett gekrochen, machte sie die Taschenlampe an und schlug ihr Buch auf. Es handelte von einem Jungen, der etwa in ihrem Alter war. Sie bewunderte diesen Jungen und beneidete ihn um seine Abenteuer die er bestehen durfte. Fast schon empfand sie kleine Schmetterlinge im Bauch, wenn sie von ihm las, er war so mutig und gleichzeitig auch so feinfühlig und intelligent. Er war sehr hübsch, zumindest das was Lena in ihrer Geschichte über den Jungen las, empfand sie als hübsch, die Jungs in ihrer Klasse waren da anders. Vielleicht verstanden sie einfach noch nicht so viel vom Leben wie der Junge in Lenas Buch. Die Jungs aus ihrer Klasse fanden Mädchen zwar spannend, aber hatten andere Dinge im Kopf. Für diese Jungs war es „uncool“, sich mit einem Mädchen zu unterhalten oder etwas zu unternehmen. Insgeheim übten die Mädchen für die Jungs aber schon in diesem Alter eine gewisse Faszination aus, die sie aber noch nicht richtig interpretieren konnten.

Lena hatte schon die Hälfte des Buches gelesen und hoffte, dass es eine Fortsetzung dieses Buches geben würde, sie wollte das Leben diese Jungen weiterverfolgen und diesen Jungen nicht mit dem Buch zur Seite legen.

Lena hörte, dass ihre Mutter die Treppe heraufkam und machte schnell die Taschenlampe aus, weil sie wusste, dass ihre Mutter immer noch einmal ins Zimmer schaute, um zu sehen, ob ihre Tochter schon schlief und erst wieder aus dem Zimmer ging, wenn sie sich sicher war, dass Lena schlief. Auch dieses Mal öffnete ihre Mutter leise die Tür und schaute ins Zimmer hinein, alles schien in Ordnung. Lena schloss unter ihrer Decke die Augen und tat so, als ob sie schlief, bewegungslos lag sie da. Wenn sie gewusst hätte, dass sie in diesem Moment auch eingeschlafen war, wäre das folgende Erlebnis halb so spannend für sie gewesen: Als sie die Augen wieder öffnete, war sie nicht mehr in ihrem Bett, sondern in einem verwilderten Garten, rote und weiße Rosen rankten am verwitterten Gartenzaun und das Gras wuchs in alle Richtungen, der Garten wirkte so als sei er aus einem Märchen entsprungen. Lena hatte den Garten zuvor noch nie gesehen, erinnerte sich aber, dass der Junge in ihrem Buch eine Großmutter hatte, die einen solchen Garten besaß und der Junge sich sehr gerne darin aufhielt. Neugierig ging sie ein paar Schritte und schaute sich um, es war ein großer Garten, sehr geheimnisvoll und unberührt. Lena dachte daran, wie oft der Junge sich in diesem Garten aufhielt und wie oft er dabei das nächste Abenteuer plante. Plötzlich hörte sie es hinter sich rascheln, ruckartig drehte sie sich herum. Sie glaubte ihren Augen kaum, als sie den blonden Jungen aus dem Buch vor sich stehen sah. Sie blickte in seine Augen und war verwirrt, offensichtlich hatte auch er nicht mit ihr gerechnet. Sie wusste so viel über ihn und doch auch wieder nichts. Es war ein komisches Gefühl für Lena zu spüren, wie die beiden Realitäten ineinander verschmolzen und zu einer einzigen Realität wurden. Der Junge war es, der als erster das Wort ergriff und Lena fragte, wer sie sei. Lena antwortete, dass sie sich kennen würden und dass sie wisse, was er für tolle Abenteuer erlebt hatte. Der Junge lächelte. Lena fand den Augenblick bezaubernd und wünschte sich, dass er nie vorübergehen würde. Sie vergaß alles um sich herum, ihre Gedanken kreisten nur um diesen Jungen. Plötzlich erschien alles andere unwichtig. Gerade wollte sie ansetzen zu sprechen, als sie ihren Wecker hörte. Ein komisches Gefühl überkam sie, was hatte der Klang des Weckers in diesem Augenblick und in diesem geheimnisvollen Garten zu suchen? Sie hörte, wie jemand ihren Namen rief, es war eine Stimme die sie kannte, aber in diesem Moment nicht zuordnen konnte. Plötzlich wurde ihr klar, dass sie geträumt hatte. Enttäuscht öffnete sie die Augen und sah ihre Mutter vor ihrem Bett stehen. „Aufstehen Lena!“ sagte ihre Mutter sanft. Wie schade, dass sie ihren Helden, den blonden Jungen, nicht noch fragen konnte, ob sie ihn einmal bei seinen Abenteuern begleiten durfte. Unwillig stieg Lena aus dem Bett und ging ins Bad und putzte sich die Zähne. Warum wacht man immer auf, wenn es am schönsten ist, fragte sie sich. Auf dem Schulweg dachte sie darüber nach, was wohl der blonde Junge aus dem Buch über sie dachte, fand er sie sympathisch? Genauso sympathisch wie sie ihn fand? Diese und andere Fragen geisterten ihr im Kopf herum, als sie das Klassenzimmer erreichte. Sie hoffte, dass der Tag bald vorübergehen würde und sie in ihrem Buch weiter lesen konnte. Sie war gespannt darauf, ob sie wieder einmal die Möglichkeit bekommen würde, mit dem blonden Jungen zu sprechen, das nächste Mal würde sie sofort nach den wichtigen Dingen fragen.

Leider hatte sie nicht mehr einen solchen Traum, wahrscheinlich weil sie zu sehr hoffte, dass sie den geheimnisvollen Garten noch einmal betreten durfte. Es gibt eben Dinge, die darf man sich nicht wünschen, damit sie in Erfüllung gehen!

Unglaublich fröhliche Kängurus

Von Poesie am 21. Oktober 2009 veröffentlicht

In den nahezu englosen Weiten Australiens wurde von zwei Stammesführen und etwa 72 schräg daneben schwebenden Mini-Telefonzellen aus Blätterteig, ein kleines weinendes Känguru neben einem hellbraun heißen Felsen wahrgenommen. „Warum bist du so frohlos, du liebes Tier?“ fragte der ältere Stammesführer mit weisem Mitgefühl in seiner Stimme. „Ich finde meine Mama nicht mehr und einen Buntstift hab ich auch verloren“ weint das kleine Hümpftier. Ohne zu zögern hob der eine Stammesführer das Känguru zärtlich hoch und legte es in die starken Arme des anderen. „Komm lass es uns zu unserem Dorf tragen, und es groß pflegen“.

Das langsame niedersinken der Sonne an der weiten Wand des Horizonts sog die drei förmlich Richtung Dorf.  Herrlich wie es da nach Suppe roch, als man sich der Dorfmitte näherte. So würzig und fruchtig einerseits und deftig sättigend auf der anderen Seite hätten die drei genussvoll lächelnden Nasen wohl diesen Duft beschrieben. Zwei Holzstühle wurden in ihrem gegenseitigen Anstarren unterbrochen als sich die zwei Stammesführer darauf niederließen, im selben Schwung machten sie aus dem jungen Känguru, eines von am-Boden-sitzender Art.

Der Suppenduft jedoch, war so stark in seiner Güte und so weit reichend, dass sich auch ein anderes älteres Känguru des Dorfs näherte.   Als das Junge Tier die Mutter sah, hüpfte es vor Freude derselben um den Hals. Nun waren da zwei unglaublich fröhliche Kängurus. Die zwei Stammesführer lächelten einander an und waren sich zufrieden einig „Die Suppe schmeckt heute einfach wunderbar“

Nur für short-story info,
vom Admin des Poeten Logs

Wahrsager der Liebe

Von Augur am 22. Juli 2009 veröffentlicht

Es gab einmal ein Land, in dem drei Prinzessinnen lebten. Ihr Alter lag nicht so weit auseinander, sodass alle drei von demselben Lehrer unterrichtet wurden. Dieser war ein sehr weiser Gelehrter, der sich in vielen Dingen auskannte. Gleichzeitig galt er als Hellseher und Prophet. Seine Vorhersagen waren stets gut durchdacht und beruhten selten auf reinem Bauchgefühl. Vielmehr versuche dieser Wahrsager, bei seinen Prophezeiungen stets die Vernunft einzuschalten. Das war auch dringend ratsam. Schließlich baute der König höchstpersönlich auf seine Meinung.

Die Schwestern vertrauten dem Gelehrten, ebenso wie der König. Als die drei Mädchen langsam in das heiratsfähige Alter kamen, wollten sie stets in Erfahrung bringen, wer ihr zukünftiger Gemahl sein könnte.

Der Wahrsager versuchte sein bestes, doch in Liebesdingen ward er nicht bewandert. So sehr er seine Quellen auch bemühte, das Einzige, was er vom zukünftigen Liebesleben seiner drei langsam erwachsen werdenden Prinzessinnen zu sehen bekam, war Dunkelheit. So traf er den Entschluss, allen Schestern das Gleiche zu für die Zukunft zu versprechen, nämlich die Erfüllung aller ihrer Wünsche. Im Zweifelsfall funktionierte das immer. Schließlich hatte er es mit richtigen Prinzessinnen zu tun. Natürlich würden alle ihre Wünsche erfüllt werden. So war das schon immer, in ihrem gesamten Leben.

Die Jüngste wünschte sich einen starken Krieger als Gemahl. Er sollte die Armeen des Landes anführen können und sie bei Gefahr beschützen.
Die Zweitjüngste wünschte sich einen Schönling, der gut reden und tanzen konnte. Sie hoffte, dass ein geselliger Prinz viel mehr Zeit für sie übrig hat.
Die Älteste wünschte sich einen reichen Kaufmann. Der würde ihr täglich Schmuck und andere Geschenke kaufen.

Wie das Schicksal es wollte, bekam jede der Prinzessinnen ihren gewünschten Verehrer. Schließlich wandte sich der König an den Wahrsager. Es sollte prüfen, unter welchem Stern diese sich anbahnenden Romanzen standen. Schließlich ging es um die Zukunft des Königreiches.

Der Gelehrte traute sich nicht, dem König auch nur das zu erzählen, was dieser hören wollte und machte sich auf dem Weg zu einem geheimen Liebesorakel. Dieses war nur wenigen Eingeweihten bekannt und sollte angeblich stets einen passenden Orakelspruch bereithalten.

Doch die Antworten des Liebesorakels waren gar nicht das, was der Wahrsager sich erhoffte. Er erhielt die widersprüchlichsten Prophezeiungen. Nur selten ergab die vorausgesehene Zukunft einen Sinn. Sie rannte regelrecht davon, wenn der Wahrsager sie zu erfassen versuchte.

Schließlich kehrte der Gelehrte heim zu dem König und den drei ungeduldig wartenden Prinzessinnen. Alle wollten sie wissen, was der kluge Hellseher in Erfahrung bringen konnte. Dieser dachte lange nach, bevor er den Prinzessinnen wie auch dem König seinen Segen gab. Und das tat er ohne Bedenken. Er hatte zwar keine Ahnung, wie sich die Ehen der Schestern entwickeln sollten, doch er wusste, dass Liebe im Spiel war. Denn nur diese konnten eine alte Einrichtung wie das Liebesorakel derart zum Rotieren bringen, wie es der Fall war, als der Wahrsager die Partnerschaften der drei Prinzessinnen vorhersehen wollte.

Das Neuzeitmärchen

Von Theli am 11. Juni 2009 veröffentlicht

Ein Neuzeit Märchen.
Es war einmal, ein kleines und äußerst hübsches Mädchen aus dem Allgäu. Sie war eine echte Frohnatur. Bei gutem Wetter sprang sie nackig über die blühenden Wiesen, liebte es im Bergsee schwimmen zu gehen, in den Bergen zu wandern, sie liebte einfach die Natur und die Tiere. Wenn Beerenzeit war, ging sie Tag für Tag mit ihrer Großmutter in den Wald um Beeren zu pflücken. Beeren waren eine Gottes Gabe und sollten auch genutzt werden. Häufig radelte Sie mit ihrem bunt angemalten Fahrrad, Namens “Lieselotte” um den Bergsee. Sie fühlte sich in den Idylle einfach Pudel Wohl. Eines Tages hatte sie das Gefühl sie will einfach mal mehr sehen von der Welt, als sie einen jungen, großen, muskulösen Jungen aus der Stadt kennenlernten. Dadurch hatte sie immer mehr den Drang das Stadtleben kennenzulernen. Sie dachte in der Stadt gibt es keine Grenzen, die Stadt ist Himmlisch. Sie dachte dort gibt es viele Menschen, viele Geschäfte und verrückte Partys. Man würde sich einfach niemals langweilen. Der Junge aus der Großstadt, der es im Allgäu sehr schön fand, erzählte ihr schwärmend Geschichten aus der Großstadt vor. Und wie es nicht anders passieren konnte, verliebte sich das Landmädchen aus dem Allgäu in den großen Stadtjungen. Bedauernder Weise musste der Junge jedoch einige Zeit später in die Großstadt zurück kehren. Das Landmädchen saß mit dem Gefühl völlig alleingelassen zu sein im Allgäu. Da kam die Kurzschluss Reaktion einen Flug zu buchen. Und dem Jungen hinter her zu fliegen und in die Großstadt zu folgen. Im Gedanken an die bevorstehende Reise, war sie sehr nervös. Sie dachte ständig an das glamouröse Stadtleben, an die vielen Menschen und an die langen Partynächte. Besonders auf die Partys, war sie schon ganz aufgeregt. Da sie ein großer Fan von Electronischer Tanzmusik war. Diese hatte sie nämlich schon verbotener Weise in einem Radiosender gehört. Als sie dan endlich in der Stadt ankam. Freute sie sich die ganzen Interessanten sachen kennenzulernen. Sie sah die ganzen Geschäften, viele verschiedene Menschen sogar zum Teil sehr interessante Persönlichkeiten. Feierte Nächtelang, und genoss die Zeit mit ihrem neuen Freund. Alles fühlte sich super an. Allerding zeigten sich schnell die Schattenseiten des Stadtlebens. Die Menschen waren deutlich unfreundlicher als auf dem Land, es gab kein Ort an dem man sich alleine zurückziehen konnten. Die Natur war eher mangel Ware. Die Partynächste mit viel Alkohol hinterließen ihre Spuren. Sie vermisste immer mehr die Idylle im Allgäu. Ach wie gerne würde Sie jetzt Beeren pflücken gehen oder um den Bergsee radeln. Im Sommer ist es in der Stadt ja noch ganz schön, aber im Herbst und im Winter ist alles Grau in Grau. Der Winter im Allgäu ist um einiges schöner. Alle Bäume, Häuser, Wiesen versinken im Schnee. Die Natur schaut aus wie ein Land aus Puderzucker. Nach und nach vermisste sie das Allgäu so sehr, dass sie kurzerhand ihe Sachen zusammenpackte und versuchte ohne  Geld ins Allgäu per Anhalter zu fahren. Anfangs ging dies noch ganz gut, eine nette Lastwagen Fahrerin nahm sie mit bis nach Stuttgart. Sie kam nachts in Stuttgart an, hatte kein Geld und auch keine Übernachtungsmöglichkeit. Sie entschied sie am Bahnhof, wo sie auch ausgesetzt wurde, zu übernachten und am nächsten Morgen im Morgengrauen wieder aufzubrechen.
Am nächsten Morgen wachte sie auf, weil sie jemand rüttelte. Es war ein alter Herr, mit krausigem Vollbart. „Mädchen, du zitterst ja, du holst dir hier den Tod“ „Wie viel Uhr ist es denn“ antwortete sie. „Es ist jetzt halb 9 morgens“ antwortete der hilfsbedürftige Herr. „Oh je ich habe verschlafen, danke für alles ich muss los“ Der Man blieb kopfschüttelnd zurück. An der Autobahnauffahrt, stand sie lange, ungefähr eine Stunde. Es kam dem Landmädchen wie eine Ewigkeit vor. Sie hatte Hunger und die Wasserflasche war auch schon fast leer. Endlich, es hielt eine junge Familie an, die sogar bis nach Füssen in Urlaub fahren wollte. Das war schon fast perfekt. Sie stieg ein, wurde von der Familie mit verköstig und schlief dann ruhig ein. Bis man sie weckte und meinte, sie seien nun langsam da. Langsam dachte sie wieder zurück an die vergangene schöne Zeit in der Stadt und schaltete ihr Handy wieder an. Zwanzig Anrufe in Abwesenheit. Sie wollte mit niemand reden und schon klingelte wieder das Handy „Wo bist du hingegangen? Wieso bist du nicht mehr hier? Und wie bist du überhaupt weggekommen?“ Ich erzählte ihm, dass er in 5min noch mal anrufen solle weil der Zeitpunkt eher gerade ungünstig sei. Die Familie ließ mich am Bahnhof raus. Das Gespräch am Telefon war sehr lange aber der Stadtjunge verstand alles war sehr schockiert über die Variante per Anhalter ins Allgäu zu fahren. Er hätte ihr sogar Geld geliehen.  Ihr Bus nachhause kam und das Telefon war langsam beendet. Die  ganze Familie war sehr erfreut, dass sie wieder zurück ist. Das Haus wieder mehr belebt ist. Alle saßen gerade am Mittagstisch als die Tür aufging. Sie traute ihren Augen nicht, da stand er, sie schloss noch mal die Augen und dachte es wäre Einbildung doch er war es wirklich. Der Junge aus der Stadt stand da einfach so und sagte „Wenn du gehst, komm ich halt nach“ Sie sprang ihm um den Hals und war sehr erleichtert. „Ich hab sogar schon ein Jobangebot bekommen hier in der Gegend, ich will hier mit dir leben.“ Monate später als sich langsam der Allgäu einpendelte, sagte er eines Morgens zu ihr „ Du weist gar nicht wie gut mir das Land leben tut, ich fühle mich inzwischen richtig wohl hier“
Uns sie leben glücklich noch bis zum heutigen Tage auf dem Land in ihrem eigenen Haus.

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