Short Story

Kurzgeschichten mit Links

Archiv der Kategorie ‘Poesie’

Michel der Bankräuber

Von Poesie am 1. Dezember 2009 veröffentlicht

Etwas verspätet in der Halle,  für den Falle dass wer betet,
sich versteckt, jemanden alarmiert, oder verdeckt telefoniert,
hat Michel viele seiner Männer, echte Bankangestelltenkenner,
mit schlechten Gedichten bewaffnet in diesem Raume aufgestellt.
Sollte sich jemand beschweren, während die Männer die Bank hier leeren,
würden üble Reime in ein Gedicht, das schlicht gesagt so schlecht ist,
dass auch wenn man sich in dieser Lage, zum Liebhaber dieser Gedichte wage, es einem sicher nicht gefällt, wie Reim auf Reim sich zueinander, ohne Harmonie verhält.

Doch jemand hat da, bevor zu spät, eine Idee. Oh ja, dies tät den Räubern weh.

Nennen wir Kunst die Gedichte, denn viel ist schön in Künstlerlichte, dann erstickt der Schrecken schlechter Reime, die in den Gedichten stecken, (was sonst) im Keime.  Die Bankräuber wären unbewaffnet, und wir alle in der Halle, werden gegen das Leeren uns in diesem Falle wehren, sowie neben anderen Dingen, die restlichen Münzen wieder mehren, in dem wir die Räuber dazu zwingen „Zahlt wieder ein, sonst werden wir singen“. Dies klingt noch viel schlimmer als jedes Gedicht, von wem auch immer.

Poesie und Avantgarde – am Montag

The Jetzt

Von Poesie am 23. November 2009 veröffentlicht

Wie viele Minuten wären im Guten,
und nicht in übler Gewohnheit verraucht,
wie viele Stunden hätte man gefunden,
statt in kratzendem Nebel verbraucht.
Dieses längliche Ding, an dem man so hing,
ein Gram etwa schwer, wenn leer wollt man mehr.
Auf nur eine beschränkt? Dann nimmer und nie,
so leicht es sich denkt, es bleibt Phantasie.
Nur brennendes Gift, das nichts einem schenkt,
wenn man Entscheidungen trifft, diese verlenkt,
zur nächsten  Zigarette, ach wenn ich sie nicht hätte,
denn glaubte ich oft mich in grauster Stätte. 
Ha! Das ist doch gelacht, gleich ganz übernacht, auch das gab es schon.
Den Kampf gegen Rauch, den man dann auch, gewinnend im Lohn,
so auch im Leben,  indem man sich liebt durch Stunden geben.
Das drum Ringen verlassen, kein zwingen mehr lassen,
von einem kleinem Röllchen Dreck.

Nikotin ist nervös.
Es sollte dem Richter und Henker begegnen.
Deiner Kraft!

Denn was sonst schafft, soviel schon seit je.
Es lohnt sich also, sich zu fragen: Wann? Wo? An welchen Tagen?
Werde ich diesen Rauchgeist erschlagen.
Der Zeitpunkt jedoch der Berge versetzt, 
ist Jetzt.

Jetzt, the nicotine’s hangman

Blog der  Gedichte

Gedicht: Schillers Kaffe

Von Poesie am 28. Oktober 2009 veröffentlicht

Ein Mann der wie der Dichter hieß, die Tasse Kaffe stehen ließ.  Obwohl das Muntersein verließ und  auf Espresso man ihn verwies, war Schiller zu vergesslich doch, auch wenn es noch nach Kaffee roch, kroch aus dem Aufmerksamkeitsloch, der Gedanke an die Tasse, „Ach schon wieder ich sie stehen lasse, sobald ich einen Gedanken fasse“ klagt Schiller nun sich selber an. Der Kaffee der kalt werden kann, nicht mehr zum Trinken irgendwann.  Denn Schiller wird erst dann, wieder an die Tasse denken, Aufmerksamkeit dem Kaffee schenken, den Blick auf schwarzen Bohnentee dann lenken, wäre er nicht so verwirrt,  zu viel seniert, sich dabei geirrt, dass wenn man probiert sehr viel verliert, nein, was er verloren, sind Bohnen die im heißen Wasser schmoren. „Ist’s Eiskaffe halt“ will er sagen, “dann hör ich auf mich zu beklagen“ Kann das Problem dann fort hier tragen, sonst platzt mir hier noch ganz der Kragen. “Hör doch auf dich jetzt zu plagen“ sagt der Kaffe nun zu Schiller, „Seltsam ich dachte, du kannst nichts sagen, dacht e du wärest ganz ein Stiller“ „Nimm mich doch und wärm mich auf, in diesem Mikrowellenherd, dann hören wir zu Streiten auf, und ich ein guter Schluck sein werd“
 
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