Short Story

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Archiv der Kategorie ‘Sonstiges’

Papa und Panenka

Von Fabio Del Bianco am 8. September 2011 veröffentlicht

Begeben wir uns in das Jahr 1976. Damals war ich 12 Jahre alt, und schon mächtig dem Fussball verfallen. Mein italienischer Vater, nicht den man einen Fussballanhänger nennt, liess mich gewähren. Ich fand schnell einmal heraus, dass die Deutschen nicht sein bevorzugtes Volk waren. Meine Mutter ihrerseits war… eine Deutsche!

Nun ja, seine Antipathie beschränkte sich eher auf die berühmte „Bayern-Fraktion“ und ihr auffälliges Selbstbewusstsein. Mir wars egal. Bayern München und die deutsche Nationalmannschaft, waren mein Mass aller Fussballdinge. Zwei Jahre später wechselte ich dann ins italienische Lager. Per sempre! Doch dies ist eine andere Geschichte.

 

Am Abend des 17. Juni 1976, sassen also mein Vater und ich vor dem Fernseher. Deutschland vs. Jugoslawien. Halbfinale der Europameisterschaft.

Das Spiel fand in Belgrad statt. Erwartungsfroh lächelte ich in die Glotze. Ich verstand damals die grossen Zusammenhänge noch nicht, doch begriff ich, dass dies ein grosses Spiel sein musste. Mein Vater meckerte ständig vor sich hin. Seine Stimmung wirkte gereizt. Beim Anblick des „Kaisers“ (Franz Beckenbauer) drangen verächtliche Geräusche aus seinem Mund. Ich sagte nichts.

Er kommentierte das Spielgeschehen nicht, weil ihm bewusst war, dass er zu wenig davon verstand. Gleichwohl war er nervös und angespannt.

Die Jugoslawen machten Druck und führten schnell einmal mit 2-0. Das war mir unbegreiflich. Die Deutschen im Rückstand? Papas Gesichtszüge entspannten sich. Er brabbelte was von: „Die Jugoslawen sind besser- die Deutschen machen gar nichts.“

Der Mann hatte ja Recht, und die Befriedigung in seinen Augen sprach Bände. In der 65. Minute, das deutsche  Anschlusstor (Heinz Flohe)- nur noch 1-2. Ich freute mich innerlich, wagte indes keinen Ton von mir zu geben. Mein Vater schien das Kommende zu erahnen, und es verdunkelte sich sein ganzes Wesen. Von diesem Augenblick an, pendelte er unruhig zwischen Küche und Wohnzimmer. 80. Minute- Dieter Müller 2-2! Ich hüpfte vor Erleichterung. Papis giftige Bemerkungen bezüglich meines Jubels, brachen über mich herein wie ein Sommergewitter.

Es kam zur Verlängerung, und die Deutschen… siegten. In der 115. und in der 118. Minute zementierte Dieter Müller die Fakten in die Geschichtsbücher.

 

3 Tage später. Das Endspiel in Belgrad, zwischen der BR (Bundesrepublik)  Deutschland und der CSSR (Tschechoslowakei).

Vater und Sohn sassen erneut vor dem Fernsehgerät. Für die Experten war klar, es konnte nur einen Sieger geben. Doch Obacht – die Tschechen katapultierten im Halbfinale den holländischen Fussballriesen (3-1n.V.) zurück zu Tulpen und Käse. Dies schien Warnung genug zu sein. Mein Vater hob mahnend den Zeigefinger und nickte, als er sagte: (O-Ton) „De Tschecke sind guet, de Dütsche han no nid gwonne.“

Ich glaubte ihm kein Wort. Erstens waren die Deutschen besser, zweitens überhaupt und drittens sowieso! Punkt, Aus, Basta und Amen! Wer kennt denn diese Tschechen? Wo liegt das überhaupt? Ich wollte diese Vokabularen Zungenbrecher gar nicht sympathisch finden.

25 Minuten später schien die Suppe gekocht zu sein. 2-0 für die… Tschechen! Papa hatte Recht. Aber da… da waren sie wieder – die Deutschen! In der 28. Minute war das 1-2 Tatsache. Oh mein Papa, schüttelte nur den Kopf als er sagte: (O-Ton)“ Jooh, joo musch nid meine, grosse Schnurre- isch immer no 2-1 für de Tschecke. Warte, warte isch nid verbi.“ Ich wusste, dass ich jetzt bloss nichts pro Deutsches von mir geben durfte. Mein Vater stand kurz vor der Phase Rot. Die Angst, dass diese „Tedesci“ das Spiel erneut drehen würden, war ihm deutlich anzumerken.

Die Minuten vergingen. Die Erste Halbzeit war zu Ende. Immer noch 2-1 für die CSSR. Ich stand ein wenig im Schilf. Für mich war die Situation ungewohnt. Kannte die Deutschen im Fussball stets als Gewinner. Die *„gerd-müllerten“ alles nieder was ihnen in die Quere kam. Die zweite Halbzeit folgte. Unablässig zerrann die Hoffnung auf ein gutes Ende für mich und meine halbe deutsche Seele. Doch mein Vater seinerseits traute seinem momentanen inneren Frieden nicht. Zu gut kannte er sie, diese Deutschen.

Die letzte Minute brach an. Ich für meinen Teil hatte mich mit der Niederlage abgefunden. Es gab noch einen Eckball für Deutschland. Wie von der Tarantel gestochen, sprang mein Papa aus dem Sessel und sagte: (O-Ton) „Jetzt git e gol für de Dütsche“.

Hölzenbein traf per Kopf zum 2-2. Wie gesagt, mein Vater kannte die Deutschen.

Die Verlängerung brachte nichts mehr Schlaues zu Tage. Es kam zum ersten Mal an einer EM zu einem Elfmeterschiessen.

Alle hatten bis dahin getroffen, als Uli Hoeness zum achten Elfmeter anlief. Zu dem Zeitpunkt stand es nach Penaltys 4-3 für die CSSR. Der 24-jährige Blondschopf jagte die Kugel in den Belgrader Nachthimmel. Bis heute weiss ein jeder Fussballfan um was es geht, wenn die Wörter „Belgrad“ und „Nachthimmel“ fallen. Um beim verschossenen Elfmeter zu bleiben soll erwähnt sein, dass der Ball deutlich sein Ziel verfehlte. Hoeness wollte wohl mit dem lieben Gott Ballkontakt aufnehmen. Ein Bild für die Ewigkeit.

Keine Reaktion, weder von mir noch von meinem Vater. Wir sagten nichts. Sahen gebannt, wie sich Panenka den Ball schnappte. Sollte er jetzt treffen, so war die CSSR Europameister.

Die Geburtsstunde des Panenka-Elfmeters. Er schaufelte den Ball halbhoch in die Mitte des Tores, und spekulierte erfolgreich damit, dass Sepp Maier sich für irgendeine Ecke entscheiden würde. Panenka pokerte und die CSSR war Europameister.

Es blieb bis zum heutigen Tag, dass einzige Elfmeterschiessen, welches eine deutsche Fussballnationalelf jemals verlor.

Ich sass da und verstand nicht was passiert war. Zu Unglaublich war das Gesehene für den zwölfjährigen Fabio. Mein Vater freute sich. Aber er tat dies leise und mit Respekt vor dem Verlierer. In seinen Augen hatten die Deutschen ihre Lektion erhalten.

Demut in der Niederlage.

Panenka sei Dank!

 

 

*Gerd Müller (Der Bomber der Nation. 68 Tore in 65 Länderspielen)

 

Fabio Del Bianco,  25. August 2011

Liebe für 3 // Teil 2

Von Fiina am 8. September 2011 veröffentlicht

Milena atmetet tief durch und guckte sich langsam um. Sie war also in ihrem Zimmer und lag auf ihrem Bett. Man hatte ihr frische Kleider angezogen. Eine Jogginghose und ein ganz normales rosa T-Shirt. Früher hätte sie sich niemals so, vor Kevin oder David oder überhaupt jemandem gezeigt. Doch nun war es ihr egal. Ihr war kalt und ein frösteln überlief sie. Plötzlich schluchzte Kevin laut auf. Hatte sie Kevin jemals schon weinen gesehen ? Nicht das sie wüsste. Milenas Mund war trocken und ihre sonst so zarten rosa Lippen hatten jeden Glanz verloren. Langsam setzte sich Milena in ihrem Bett auf. Auch das Bett hatte man frisch überzogen. Still starrte sie vor sich hin und dann begann sie zu erzählen.
Ist es falsch zu lieben ? Ist es falsch für jemanden sterben zu wollen ? Ist es falsch jemanden so sehr zu lieben das es weh tut ? Ich kann es nicht sagen. Niemand scheint eine Antwort drauf zu wissen. Ihr habt mich gefragt was Glück ist. Ich habe gesagt, Glück ist wenn du nicht mehr schlafen willst. Weil die Realtität schöner ist, als jeder Traum. Und wieder schluchzte Kevin laut auf, doch Milena redete weiter. Ist es falsch jemanden bis in den Tod Lieben zu wohlen ? Mit einer geballten Faust schlug sie gegen die Wand. “Nichts daran ist falsch!”, schrie sie und ihr kullerten die Tränen hinab. Milena biss sich auf ihre Lippe bis sie blutete. Dann lachte sie bitter. Doch es ist falsch. Wenn man diese Gefühle nicht für eine Person empfindet, sondern für zwei. Dann ist es falsch zu Lieben. Dann ist einfach alles falsch. Sie schaute zu Kevin und dann zu David. David sah Milena nicht an, er starrte nur auf irgend einen Punkt in einer Ecke ihres Zimmers. Doch seine Hände hatten sich zu Fäusten geballt und er wirkte als würde er jeden Moment explodieren. Seine Haare waren zerzaust und seine Nasenflügel blähten sich auf. Kevin schaut ihr jedoch direkt ins Gesicht. Aber er schien durch sie hindurch zu sehen. Er weinte bitterlich und es schien nicht enden zu wollen.
“Ich liebe euch. Ihr habt meinem Leben wieder einen Sinn gegeben.”
Das war das letzte was Milena sagte, dann schwie sie.
Für immer.

Liebe für 3.

Von Fiina am 22. August 2011 veröffentlicht

Sie atmete die warme Sommerluft tief ein und wieder aus. Ihre langen hellblonden Haare trug sie offen. Sie umspielten ihre zierliche Gestalt und ihre blasse Haut. Eine leichte Priese kam auf und das Gras um sie herum kitzelte ihre nackten Beine und Arme. Und wieder atmete sie tief ein. Sie wollte diesen Moment fest halten, ihn mit der bloßen Hand packen und am liebsten einsperren..die leichte Priese wurde nun zu einem stärkeren Wind und ihre langen hellblonden Haare tänzelnten in der Luft. Milena, die da so reglos in der Wiese saß, öffnete ihre meeresblaue Augen und starrte vor sich hin. Auch als der Wind zu einem Sturm wurde, rührte sie sich nicht vom Fleck. Es begann zu regnen doch Milena spührte die Regentropfen nicht auf ihrer Haut. Es war, als wäre sie gar nicht hier. In einer anderen Welt. In einem anderen Universum. “Milena verdammt! Du wirst noch krank! Warum haust du einfach ab? Was ist nur los mit dir! Alle suchen schon nach dir!”, diese aufgebrachten Rufe ihrer Freundin nahm sie gar nicht wahr. Sie wollte es auch nicht. Sie hörte wie ihre Freundin zögerte und dann durch das hohe Gras auf sie zu ging. Sie hielt ihren Regenschirm über Milenas Kopf und schaute sie einfach nur an. Milena wusste das sie weinte, sie musste sie nicht ansehen oder sie hören um es zu wissen. Ihre Freundin packte sie am Oberarm und zog Milena zu sich hoch. “Milena verdammt ich bin es Rita!” Rita’s lange braune Haare waren vom Regen ganz lockig und verwuschelt geworden und die sonst so perfekte Rita sah aus, als hätte sie wochenlange nicht geschlafen oder gegessen oder sonst irgendetwas. Rita sah Milena in ihre wunderschönen blauen Augen, die so viele Jungen schon den Kopf verdreht hatten. Ihr Kinn war bockig nach vorne gschoben und doch sah sie, sie fragend an. Als würde sie auf eine Antwort warten. Was dann genau geschah wusste Milena nicht mehr. Sie konnte sich nur noch an aufgeregte Stimmen und an diese nicht enden wohlende Dunkelheit erinnern. Die Dunkelheit schien ihren Körper gefangen zu haben. Und dann öffnete sie die Augen. Sie sah in warme Braune Augen die sie von oben herab anschauten. Diese Augen hatten geweint, dass sah sie sofort. Milena versuchte zu sprechen, aber sie konnte nicht. Die braunen Augen waren noch immer da, als Milena ihre eigenen Augen wieder schloss. Schmerzhaft erinnerte sie sich an alles. Sie, war Schuld, warum diese braunen Augen, die David gehörten, geweint hatten. Sie ganz allein sie war schuld. Nun wünschte Milena sich zurück, zurück in die Dunkelheit. Ob Kevin auch hier sein würde ? Wieder öffnete sie ihre Augen. Langsam drehte sie ihren Kopf auf die linke seite. Da war er, David, und sah sie an. Eine Träne kullerte seine Wange hinab, aber das stöhrte ihn nicht. Er lächelte vor Freude das sah Milena ihm an. Dann drehte sie denn Kopf auf die rechte Seite. Und da saß auch Kevin. Unter seinen Augen waren tiefe Augenringe zu sehen und auch ihm war anzusehen, dass er geweint hatte. ..Langsam öffnete Milena den Mund. “Ich hatte Freunde, ich hatte wunderbare Eltern, ich war eines der beliebtesten Mädchen auf meiner Schule. Doch war ich niemals glücklich.” Etwas fehlte mir in meinem Leben. Doch ich wusste nicht was es war. Diese Lücke ließ sich nicht schließen in meinem Herzen, was ich auch tat. Und dann, trattet ihr in mein Leben…….Fortsetzung folgt.

Es war einmal

Von Fabio Del Bianco am 22. August 2011 veröffentlicht

Es war einmal ein Jemand, der glaubte journalistische Fähigkeiten zu besitzen. Nennen wir diesen Jemand von nun an den Journalisten. Ob er es wahrhaftig war, ist oder jemals werden wird, dass überlassen wir euch werte Leserschaft.

Nun, dieser „Journalist“ wollte so schreiben, wie ihm die Seele gewachsen war.

Irgendwann später, als er planlos im Internet „surfte”, ergoss sich eine “Welle“, in Form einer Internetseite, über ihn hernieder. Neugierig, weil es eine Fussball-Seite war, öffnete er diese.  „Coole Front Page“ dachte sich der Journalist. „Vielleicht haben die einen Arbeitsplatz anzubieten?“ kursierte es in seinem Kopf. Wahrhaftig! Die suchten einen Journalisten. (Schwerpunkt Fussball) Das Anforderungsprofil entsprach präzise dem, was er bieten konnte.

Euphorie durchströmte seinen Körper. Das Schicksal schien ihm diese Pforte zu öffnen. Noch in derselben Minute bewarb sich der Journalist für die ausgeschriebene Stelle.

Einen halben Tag später erhielt er Antwort (per E-Mail): „Ich bin in den Ferien, doch nach meiner Rückkehr können wir uns gerne treffen. Danke für Ihre kurze Bewerbung.“

„Dies ist doch mal eine hoffnungsvolle Antwort“ ratterte es durch des Journalisten Schädel.

Dieser begann gleich weitere Texte zu verfassen. Alsdann eröffnete er auch gleich einen Blog, um seine Geschichten augenblicklich zu publizieren.

Es soll erwähnt sein, dass die Art und Weise wie unser Journalist zu schreiben pflegte, sonderbar und unüblich war. Darin sah er aber auch seine Möglichkeit sich aus der schreibenden Masse hervorzuheben.

Die Tage vergingen. Die Ferien des Jobanbieters waren mittlerweile zu Ende.

Dann endlich, traraa, die E-Mail war da.

Eine Antwort. Der Journalist öffnete seinen Posteingang und begann zu lesen:

„Danke vielmals…blabla.., sie schreiben sehr originell…blabla.., ABER…blabla…, LEIDER…

Um es kurz zu machen, unser Journalist macht zu viele Rechtschreibefehler (vor allem Kommasetzung) und es wurden ihm seine „ungewohnten Floskeln“ zur Last gelegt.

Endlose Schwärze, kein Boden unter den Füssen. Der Journalist der jetzt doch keiner war, wähnte sich in einem dunklen Loch.

Gefangen in seinen Emotionen, schrieb er zurück und bettelte. Man möge ihm doch den Job trotzdem geben. „Gebt dem schrägen Vogel eine Chance, biitteee!“ Es half nichts. Deren Entscheidung stand unauslöschlich.

Eine Woche lang brachte der „Versager-Journalist“( so nannte er sich zwischenzeitlich) weder eine Zeile noch ein Wort zu Papier. Alles war weg. Keine Inspiration, keine Motivation und schlussendlich auch keine Freude mehr.

Aber wie es halt so ist, heilt die Zeit alle Wunden.

Der freie Journalist, so nannte er sich jetzt, schöpfte wieder neuen Mut.

Er setzte sich vor seinen PC und begann wieder zu schreiben.

„Es war einmal ein Jemand, der glaubte…

Fabio Del Bianco 19. August 2011

 

Alte und neue Kinderlieder

Von thefly am 9. Juli 2011 veröffentlicht

Als Mutter von zwei kleinen Kindern kommt in unserem Haushalt keine Langeweile auf. Tim ist fünf Jahre alt, seine Schwester Marie drei und beide lieben über alles Kinderlieder. Da wir ein musikalisches Haus sind, selbst unsere Oma singt im Chor, wird natürlich den ganzen Tag über geträllert, wobei in erster Linie Lieder für Kinder zu Gehör kommen. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie munter meine beiden Zwerge dabei werden. Musik ist einfach Balsam für die Seele und wenn die beiden bekannte kinderlieder wie etwa „Häslein in der Grube“ oder „Auf unsrer Wiese gehet was…“ schmettern, scheint die Sonne noch mal so schön.

Dabei muss ich eingestehen, dass mir selbst viele Lieder für Kinder gar nicht mehr so recht geläufig sind. So ist das nun bei Erwachsenen, kaum sind sie den Kinderschuhen entwachsen, haben sie viele liebens- und bewahrenswerte Dinge einfach vergessen. Nichts desto trotz: mit Tim und Marie werde ich gerne wieder selbst zum Kind und habe deshalb neulich ein tolles Liederbuch mit vielen schönen, bekannten aber auch unbekannten Kinderlieder erstanden. Das blättern wir immer gerne durch und probieren die schönsten Lieder für Kinder aus, wobei uns unser Papa dann oft auf der Gitarre begleitet. Das ist eine wunderschöne harmonische Atmosphäre, die wir alle genießen. Selbst unsere Oma kommt immer wieder gerne dazu und unterstützt uns mit ihrem Gesang. Sie besitzt übrigens noch ganz alte Liederbücher aus ihrer Kinderzeit, die wir uns immer gerne anschauen.

Neulich war Marie zum Geburtstag ihrer Freundin Lara eingeladen und was bot sich als ideales Geschenk an? Natürlich ein besonders schönes Liederbuch für die Kleinsten. Zum Glück gibt es eine gute Auswahl und man kann unter allen Liederbüchern immer das Passende fürs Kind aussuchen. Das Geschenk kam super an und die Gäste versuchten sich zunächst als kleine Nachtigallen, indem sie einige Lieder ausprobierten.

„Nur die Schmetterlinge im Bauch haben überlebt“ Teil 2

Von Biggi42 am 9. Juli 2011 veröffentlicht

Als wir uns physisch näher kamen, verschwanden seine zwei Freunde heimlich und wir standen allein an der Bar.

Mir machte es auch gar nichts mehr aus, dass meine Freundin bis jetzt noch nicht aufgetaucht war. Hatte ich doch einen wunderbaren, amüsanten und intelligenten Gesprächspartner an meiner Seite! Den Umstand, dass er verheiratet war, verschwieg er. Er trug auch keinen Ehering am Finger. Doch er roch förmlich nach Trauschein! Außerdem hatte er das passende Alter, um schon Ehemann und Vater zu sein. Geschieden ist er sicher nicht, welche Frau lässt schon so einen Mann freiwillig laufen, dachte ich mir.

Man könnte meinen, ich hätte mit Mitte Dreißig auch schon das Alter gehabt, mein Dasein als Ehefrau zu fristen. Aber ich hatte mich immer davor gedrückt. Irgendwie konnte ich es mir kaum vorstellen, ein Leben lang nur mit einem Mann zusammen zu sein. Mir genügten schon meine verflossenen Lebensabschnittspartner. Diese Abschnitte beliefen sich immer auf ungefähr fünf Jahre. Dann hatte ich die Nase voll. Ich wollte nicht immer nur die perfekte Hausfrau sein. Das war ja nicht alles, was die Männer verlangten. Nein, ich musste ja neben Haushalt und Job die verständnisvolle Geliebte spielen. Also, was zuviel ist, ist zuviel. Irgendwo musste man Abstriche machen. Die Konsequenz daraus war, dass ich die Rolle als Geliebte einfach weg ließ. Was wiederum nicht gerade auf Verständnis des männlichen Gegenübers stieß. Aber mein Bedürfnis nach Sex schlief nach dem leidigen Alltagsstress einfach ein. Das Ergebnis war die Trennung. Dieser letzte Schritt tat mir nie besonders weh, da ich mich im Laufe der Jahre „entliebt“ hatte. Die kleinen Unarten der Männer, die im anfänglichen Liebestaumel als liebenswürdige persönliche Eigenheit ausgelegt wurden, entpuppten sich während der Jahre als nervenaufreibende Alltagstorturen. Ich sage ja gar nichts mehr von der klassischen offenen Zahnpastatube. Aber auf diese Biertrinkenden, Füße auf den Tisch lümmelnden, zwischendurch an den Genitalien kratzenden Ungeheuer, die mir nächtens schnarchend den Schlaf raubten, konnte ich verzichten. So gesehen war ich eine glückliche Single-Mama, die plötzlich unverhofft auf ihren Traumprinzen stieß.

Die Stunden mit Peter vergingen wie im Flug. Da meine Freundin Nina sicher irgendwo mit ihren Arbeitskollegen versumpft war, wechselten er und ich das Lokal. In einer Bar mit intimer Atmosphäre verdrückten wir uns in einen Winkel. Da wir uns schon sehr viel erzählt hatten, kamen wir nun zum wesentlichen. Der Körperkontakt wurde zunehmend inniger. Plötzlich streichelte er an meinen Armen entlang, seine Finger berührten meinen Hals und wanderten weiter zu meinem Kinn. Er hob es sanft in die Höhe, schaute mir in die Augen und fing an mich zu küssen. Ich ließ mich einfach fallen und genoss seine innigen Küsse. Diese Intensität elektrisierte mich, seine Berührungen raubten mir den Verstand. Sein Körper war der pure Luxus! Ich konnte nicht genug davon bekommen, seine muskulösen Oberarme und seinen Waschbrettbauch zu streicheln. Ist dieser Mann eigentlich echt, fragte ich mich. So ein gut aussehendes, intelligentes, witziges und erfolgreiches Exemplar war mir bisher noch nie über den Weg gelaufen.

Die Nacht ging rasend schnell zu Ende. Peter begleitete mich noch zu meinem Auto. Der Abschied fiel sehr emotional aus, eigentlich hemmungslos. Ich spürte seine Erregung. Ich will mehr von dir, hier und jetzt, hauchte ich ihm in sein Ohr. Plötzlich hielt er inne. Heute nicht mehr, es ist schon spät, ich muss nach Hause, erklärte er mir. Er wünschte mir noch ein schönes Wochenende und weg war er. Ich stand da wie paralysiert. Starker Auftritt, niveauloser Abgang, dachte ich mir. Ich hatte nicht mal seine Telefonnummer.

Auf dem Nachhauseweg ließ ich diese Nacht Revue passieren. Ich glaube, ich hab mich in den Typen verknallt, schoss es mir durch den Kopf. Und das am ersten Tag, das so was mir passiert! Aber meine Erfahrung mit vergangenen Affären ließ mich hoffen, dass dieses Gefühl genauso schnell wieder verschwinden würde. Liebe auf den ersten Blick ist beim zweiten Blick gleich wieder Vergangenheit, erinnerte ich mich. Vielleicht war es auch nur ein schöner Traum, eine Nacht mit dem Cola Light Man verbracht zu haben, redete ich mir ein.

Die folgenden Tage erlebte ich wie in einer anderen Welt. Eine Welle kam auf mich zu und überschüttete mich mit Gefühlen, die ich bisher noch nie erlebt hatte. Die Begegnung mit Peter hatte mich ungemein beflügelt und schlug sich auch positiv in meiner Umgebung nieder. Ich schmunzelte in den Tag hinein und war energiegeladen wie schon lange nicht mehr. Die Wochentage waren ausgefüllt mit viel Arbeit, die Abende verbrachte ich mit meinem Sohn.

Natürlich hatte ich Nina schon von Peter erzählt. Sie wollte dieses Prachtexemplar auch so bald als möglich kennen lernen. Nina war das komplette Gegenteil von mir, äußerlich wie auch emotional. Wahrscheinlich waren wir deshalb so gute Freundinnen. Wir verabredeten uns wieder in unserem Stammlokal. Nina sah sehr gut aus mit ihren rot gefärbten Haaren, die kurz geschnitten doch den gewissen weiblichen Touch nicht verloren hatten. Außerdem besaß sie eine Traumfigur mit vielen Rundungen an den Stellen, die die Männer so lieben. Sie verstand es auch, sich vorteilhaft zu kleiden und ihren Busen perfekt in Szene zu setzen. Daneben sah ich ziemlich flachbrüstig aus. Aber zu mir passte es irgendwie, da ich allgemein ein zierlicher Typ war. Nina war zwei Jahre älter als ich, seit einigen Jahren geschieden und noch nicht wieder vergeben. Dabei sehnte sie sich so nach einem Mann, den sie umsorgen konnte. Wie gesagt, das komplette Gegenteil von mir.

Wir saßen wie immer an der Bar und ließen unsere Arbeitswoche Revue passieren. Einige Bekannte gesellten sich zu uns um Neuigkeiten auszutauschen. Doch mein Traumtyp tauchte nicht auf, auch seine Freunde konnte ich nicht finden. Irgendwie hatte sich dieser Freitag für mich erledigt. Insgeheim hoffte ich darauf, dass er doch noch kommen würde. Aber es war schon sehr spät und meine Hoffnung schwand dahin. Die Männer, die uns an diesem Tag über den Weg liefen, waren keine intensivere Auseinandersetzung wert. Größtenteils schöne Fassade, aber nicht mehr dahinter. Im Klartext: kaum machten sie den Mund auf, verging es mir, die Konversation aufrecht zu halten. Dementsprechend früh war ich daheim und schlief mit den Gedanken an Peter ein.

Fortsetzung folgt!

„Nur die Schmetterlinge im Bauch haben überlebt“

Von Biggi42 am 15. Juni 2011 veröffentlicht

Peter sagte kürzlich zu mir, dass es ein großer Fehler war, sich wegen mir scheiden zu lassen und somit seine drei Kinder verlassen zu haben. Ich habe es nie von ihm verlangt. Die Zeit als seine Geliebte war die Wunderbarste in meinem Leben.

Ich sehe ihn vor mir, als wir uns das erste Mal begegneten. Ich saß an einem frühsommerlichen Freitagabend in meinem Stammlokal an der Bar und wartete auf meine Freundin Nina. Sie hatte Betriebsausflug und wollte mich danach noch treffen, um ein wenig um die Häuser zu ziehen. Zwei Single-Mamas auf der Pirsch. Man gönnt sich ja sonst nichts. Im Lokal war wenig los. Die Hoffnung, einige Bekannte zu treffen, verlief im Sand. Die Uhr tickte unermüdlich und machte mich deprimiert. Ich hoffte, dass Nina bald kommt, damit ich nicht wie bestellt und nicht abgeholt hier herum hängen musste.

Eigentlich hatte ich nie ein Problem damit, abends allein weg zu gehen. Doch an diesem Tag sah es trist aus, meine kommunikative Ader auszuleben zu können. Es waren keine Bekannten unterwegs, um einen gepflegten Plausch zu führen. Ich schlürfte an meinem Getränk, als plötzlich zwei Männer im Lokal auftauchten und auf mich zusteuerten. Optisch gefielen mir die beiden überhaupt nicht, doch der Blonde hatte wenigstens ein schelmisches Grinsen im Gesicht, welches viel versprechend aussah. Die Auswahl an weiblichen Gästen war ziemlich eingeschränkt und so stand ich als Zielscheibe an der Bar genau richtig. Ich strich mir meine langen blonden Haare aus dem Gesicht, rückte meine Brille zurecht, setzte mein Wochenend-Lächeln auf und wartete auf eine müde Anmache. Doch anstatt banale Sprüche wie „wartest du auf jemanden“ oder „hast du mal Feuer“ ging der Blonde stichgerade auf mich zu und fragte mich auf kumpelhafte Art „Hallo, wie geht’s dir denn so?“ Ich war einigermaßen perplex und durchforstete mein Gehirn, ob ich diesen Typen schon mal begegnet war und in welchem Zustand. Doch ich erkannte ihn auch nach intensivem Nachdenken nicht. Ich antwortete ihm mechanisch, dass es mir gut gehe und ich auf eine Freundin warten würde. Plötzlich machte er meine Handtasche auf und befüllte sie mit dem ganzen Inhalt eines Zuckerl-Glases, das auf der Bar stand. „Für deine Kinder daheim, ich bring auch immer was mit“, meinte er mit einem Lachen. Ich war sehr belustigt über diesen Typen und es entwickelte sich ein amüsantes Gespräch.

Plötzlich trat er auf. Nein, er erschien. 1,90m geballte Manneskraft. Die Haare sehr kurz, braune Augen in einem attraktiven Gesicht, den Mund zu einem umwerfenden Strahler 80er Lächeln geformt. Er stieß als letzter zu seinen Freunden und empfing auch mich sofort mit großem Hallo. Mir war, als fing der Boden zu tanzen an. Sofort fand ich Gefallen an diesem Typen und ernannte ich heimlich zu meinem zukünftigen Ex-Liebhaber.

Ich hatte nie ein Problem damit, Männer kennen zu lernen. Aber im Laufe der Zeit gingen sie mir ziemlich auf die Nerven. Besonders die, die eine richtige Beziehung mit mir wollten. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits seit vier Jahren ohne fixen Partner. Ich genoss diese Zeit, tun und lassen zu können was ich wollte. Und keinen nach seiner Meinung zu fragen. Oder gar zu betteln, einmal allein weg gehen zu dürfen und danach einen Bericht über den vergangenen Abend abzuliefern. Außerdem hatte ich wochentags keine Zeit für einen Mitbewohner. Mein Sohn Stefan und mein Job vereinnahmten mit voll und ganz.

Stefan war gerade 6 Jahre alt und wir genossen den letzten Sommer vor Schulbeginn. Damals arbeitete ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Wiener Museum, wo ich mir meine Zeit sehr gut einteilen konnte, um mich auch auf Stefan konzentrieren zu können. Ich hatte Theaterwissenschaft zu studieren begonnen, nachdem ich meinen Sohn auf die Welt gebracht hatte. Das Studium hatte mir sehr großen Spaß gemacht und ich widmete mich jeder freien Minute der Uni. Das hatte mein damaliger Freund und Erzeuger von Stefan nicht so gerne gesehen. Es war einer der Gründe warum unsere Beziehung zu Ende ging. Als ich dieses private Kapitel hinter mich gebracht hatte, ging es mir wesentlich besser. Ich absolvierte in Rekordzeit mein Studium und knüpfte zugleich Kontakte zum zukünftigen beruflichen Umfeld. So kam ich schlussendlich zu meinem Traumjob. Ich konnte somit meinem Sohn und mir ein unbeschwertes Leben bieten.

Ich brauchte keinen Mann, mein Leben war voll und ganz ausgelastet. Abends war ich froh, wenn mein Kleiner im Bett war und ich es mir vor dem Computer gemütlich machen konnte. Oder ich hüpfte mit meinen Gewichtsmanschetten vor dem Fernseher herum, damit meine Figur männertauglich blieb. Da brauchte ich schon gar keine Zuschauer. Da kam mir ein verheirateter Mann gerade richtig. Der Kontakt beschränkt sich in so einem Fall auf einige Stunden in der Woche, vorzugsweise Freitagabend. Das ließ sich bei mir immer gut einrichten, da Stefan die Wochenenden bei seinem Erzeuger verbrachte. Diese Stunden mit einem Liebhaber waren sehr intensiv und romantisch. Der Alltagstrott blieb vermieden und so konnte ich immer nur auf schöne Zeiten zurück blicken. Die ideale Lebensform für mich!

Und dieser Typ schien prädestiniert dafür, mir meine Freitagabende zu versüßen. Wir kamen sofort ins Gespräch. Seine kokette Bemerkung, für eine Blondine wäre ich ja ziemlich schlagfertig, störte mich nicht im Geringsten. Im Gegenteil, er forderte mich nur dazu heraus, mich zu noch mehr geistigen Höhenflügen hinreißen zu lassen. Endlich ein Mann, der gut aussieht und mich sogar intellektuell herausfordert, dachte ich mir.

Wie es mit mir und Peter weiterging erfährt ihr im nächsten Teil…

Eine kleine Geschichte…

Von miri1990 am 18. Mai 2011 veröffentlicht

Es begab sich in den frühen 50er Jahren, dass ein junger und Mann die Rue de Chavall entlang schlenderte. Er befand sich im Französisch besetzten Ozeanien. Das Wetter war prächtig und der junge Mann hatte sehr gute Laune. Alles schien perfekt. Es SCHIEN jedoch nur perfekt. Der junge Mann hieß Benny T. und kam eigentlich aus Deutschland. Aus beruflichen Gründen verschlug es ihn ins wunderschöne Ozeanien, wo er nun seit mehreren Tagen lebte. Er erfreute sich an den höflichen Menschen, der schönen Natur, dem unglaublichen Sandstränden an den zahlreichen Küstenstreifen und genoss sein leichtes Leben. Eines fehlte ihm jedoch zum Glück, eine hübsche und nette Frau T. an seiner Seite. Sie sollte am besten direkt aus Ozeanien kommen, diese Frauen gefielen Benny T. schon besonders gut musste man sagen. Und so kam es, dass er eine junge und recht attraktive Frau auf der Straße in der Nähe eines Obststandes ansprach. Er lud sie ganz ohne Vorwarnung zum Essen mit anschließendem Kaffee bei ihm zu Hause ein. Seine Wohnung war bereits eingerichtet, bevor er sie bezogen hatte und der Geschmack des Vormieters oder Inneneinrichters konnte sich durchaus sehen lassen. Die Frau freute sich und nahm die Einladung gern an. Im Gegensatz zu Deutschland sehen die Leute hier die Dinge eher gelassen und entspannt. Sie machen sich keinen großen Kopf über eventuelle Hintergedanken und freuen sich in einem solchen Fall auf einen schönen Abend und die Bekanntschaft neuer Menschen. Wenn das Essen dann auch noch bezahlt wird, umso besser! Benny wusste um diese Regel nicht und war über seinen schnellen Erfolg sehr erfreut. Die beiden wollten sich am Abend in einem sehr kleinen Fischrestaurant am Strand treffen. Es genoss einen ausgezeichneten Ruf und so reservierte Benny T. einen Tisch für 2 Personen. Er war überpünktlich, hatte sich extra die Haare gemacht und einen Schuss Parfum aufgelegt. Voller Vorfreude und Spannung erwartete er seine Bekanntschaft vom Vormittag, wie mochte sie wohl sein. Würden sie sich gut verstehen? Was hatte sie zu berichten? Kam sie wirklich von hier? Das wäre wie ein Sechser im Lotto, alles was er sich erhofft hatte könnte schon heute Abend Wirklichkeit werden. Andererseits – wieso sollte das alles so schnell klappen? Vielleicht musste er noch lange suchen. Vielleicht sollte er das auch, wer wusste schon ob es nicht noch etwas Besseres auf dieser kleinen Insel gab. Er steigerte sich immer stärker in seine Phantasien und schwankte nun zwischen Angriff und Abwarten was seine Strategie zur Eroberung der unbekannten Fremden betraf.

Fortsetzung folgt…

„Habe fertig… typisch deutsch, oder was?“ von Jörg Lachance ist im Buchhandel erhältlich

Von Ali Hadschi Halef am 10. Mai 2011 veröffentlicht

„Habe fertig… typisch deutsch, oder was?“

Québec/Hamburg/Chemnitz, 10.05.2011

„Habe fertig… typisch deutsch, oder was?“

Dieses Meisterwerk über Deutschland in der Gegenwart und die ungewisse Zukunft im Euro-Raum ist ab sofort im Onlinebuchhandel verfügbar.

Der kanadische Schriftsteller mit deutschen Wurzeln hat sein Heimatland aus der Ferne unter die Lupe genommen und viele Ungereimtheiten mit der nötigen Distanz entdecken können.

Deutschland vor dem Abrund; oder ist “Old-Germany” noch zu retten?

Wenn ja, aber wie?

Erklärungsversuche mit höchster Brisanz!

Viele Fragen werden aufgeworfen, einige Antworten liegen auf der Hand.

Doch kann sich der Leser selbst ein Bild machen und eine eigene Meinung zu dieser Thematik bilden.

Eine kurze Einstimmung in die Thematik kann man in dem Video sehen:

Joerg Lachance aus Kanada stellt sein neues Buch vor: „Habe fertig… typisch deutsch, oder was?“

Für ganz Eilige hier eine kleine Leseprobe aus dem Buch:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“

Hoppla!

Klar! Ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, ist das Geschrei dann groß und so wird dann überall nach Lösungen und Auswegen aus der Misere gesucht.

 

Da wird dann im Parlament gewettert was das Zeug hält und nach Kräften versucht, dem anderen den „Schwarzen Peter“ unterzujubeln!

Da kann Herr Westerwelle als Bundesaußenminister und Vizekanzler noch so sehr eine Schuldenbremse für die Euro-Zone fordern, oder Herr Schäuble als Finanzminister einen EU-Währungsfond planen.

Selbiges ändert doch nichts an der Problematik, dass gemunkelt wird, über andere Euro-Mitgliedsstaaten wie Italien, Spanien oder Portugal schwebt auch schon das Damoklesschwert Griechenlands!

Schauen wir mal, ob Herr Westerwelle wie angekündigt umfangreiche Änderungen im Regelwerk der Europäischen Währungsunion durchsetzen kann, so wie er zum Beispiel die Mehrwertsteuerbefreiung für die Hotelbranche durchsetzen konnte, und wie diese Änderungen dann letztendlich aussehen werden.

Fürs Hotelgewerbe ging es ja auch … also Herr Westerwelle … Augen zu und durch, denn es kann ja nur besser werden. Und sicherlich ist das Wohlergehen Deutschland doch höher zu bewerten als die Mehrwertsteuerinteressen der Hotelindustrie … oder?

Wie dem auch sei und was immer die Zukunft des Euro auch bringen mag!

 

Weiterführende und ausführliche Informationen sowie Pressekontakt:

LKS Wolfgang Lorenz

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Schauspielunterricht – Ganz schön auf Zack !

Von Schauspiel-News am 4. Mai 2011 veröffentlicht

Gestern, also am Dienstag hatten wir Vertretung bei unserem Lehrer den wir eigentlich immer am Donnerstag in geteilten Gruppen haben, diesmal alle zusammen.

Wir haben erstmal eine Trainings-/Übungseinheit komplett im Joggen durchgeführt, was ziemlich huiuiui war! :-)

Nach einiger Zeit fingen wir an uns auf unsere verschiedenen Zentren des Körpers zu konzentrieren und mit ihnen zu arbeiten.

Das Joggen wurde dann eher zur Nebensache und je Zentrum hat man ein ganz anderes Gefühl, das Laufen äußert sich verschieden, die Ausstrahlung, die Stimme, der Blick, sehr interessant!

Mit dem Wissen haben wir uns an die nächste Einheit, nämlich das Konzentrieren auf die Zentren, ohne Joggen, den Umgang mit einer zweiten Person zu führen, herangetraut.

Zuerst nur Begrüßungen, dann Aussagen, schließlich Dialoge und so weiter.

Ein seichter Übergang führte uns hierbei zur nächsten Disziplin, welche wir auch schonmal behandelt hatten:

Das “öffnen“, sowie das “schließen“, in “staccato” und “legato“.

Zunächst nur im Dialog mit einer weiteren Person, haben wir es irgendwann in einer Gruppe mit 7 Leuten anhand verschiedener Bewegungsformen gemacht, bei dem der Rest der Gruppe zugesehen hat.

Mir war nie so richtig bewusst, dass wir uns ständig innerlich und äußerlich öffnen und schließen, auch im Alltag.

Ansonsten haben wir noch die Aufgabe aufbekommen:

Wir sollen beim nächsten Mal zusammen spielen (in 5er-Gruppen), mit einer geziehlten vom Lehrer ausgewählten Handlung. Da versuchen wir dann ein natürliches Öffnen und schließen mit Konzentration und dem Dialog mit den Anderen zu kombinieren.

- Es bleibt also aufregend ;-) -

Ansonsten lässt sich noch sagen dass ich für die anderen zwei Schauspiel-Lehrer jeweils einen Monolog lerne momentan an dem wir dann arbeiten was sehr großen(!) Spaß macht,

der eine ist ein moderner Monolog den ich mir aussuchen sollte,

der andere ist ein älterer, dramatischer Monolog den ich mir aussuchen sollte.

Quelle :

http://blog.schauspiel-magazin.de/