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Das Neuzeitmärchen

Von Theli am 11. Juni 2009 veröffentlicht
Thema: Märchen

Ein Neuzeit Märchen.
Es war einmal, ein kleines und äußerst hübsches Mädchen aus dem Allgäu. Sie war eine echte Frohnatur. Bei gutem Wetter sprang sie nackig über die blühenden Wiesen, liebte es im Bergsee schwimmen zu gehen, in den Bergen zu wandern, sie liebte einfach die Natur und die Tiere. Wenn Beerenzeit war, ging sie Tag für Tag mit ihrer Großmutter in den Wald um Beeren zu pflücken. Beeren waren eine Gottes Gabe und sollten auch genutzt werden. Häufig radelte Sie mit ihrem bunt angemalten Fahrrad, Namens “Lieselotte” um den Bergsee. Sie fühlte sich in den Idylle einfach Pudel Wohl. Eines Tages hatte sie das Gefühl sie will einfach mal mehr sehen von der Welt, als sie einen jungen, großen, muskulösen Jungen aus der Stadt kennenlernten. Dadurch hatte sie immer mehr den Drang das Stadtleben kennenzulernen. Sie dachte in der Stadt gibt es keine Grenzen, die Stadt ist Himmlisch. Sie dachte dort gibt es viele Menschen, viele Geschäfte und verrückte Partys. Man würde sich einfach niemals langweilen. Der Junge aus der Großstadt, der es im Allgäu sehr schön fand, erzählte ihr schwärmend Geschichten aus der Großstadt vor. Und wie es nicht anders passieren konnte, verliebte sich das Landmädchen aus dem Allgäu in den großen Stadtjungen. Bedauernder Weise musste der Junge jedoch einige Zeit später in die Großstadt zurück kehren. Das Landmädchen saß mit dem Gefühl völlig alleingelassen zu sein im Allgäu. Da kam die Kurzschluss Reaktion einen Flug zu buchen. Und dem Jungen hinter her zu fliegen und in die Großstadt zu folgen. Im Gedanken an die bevorstehende Reise, war sie sehr nervös. Sie dachte ständig an das glamouröse Stadtleben, an die vielen Menschen und an die langen Partynächte. Besonders auf die Partys, war sie schon ganz aufgeregt. Da sie ein großer Fan von Electronischer Tanzmusik war. Diese hatte sie nämlich schon verbotener Weise in einem Radiosender gehört. Als sie dan endlich in der Stadt ankam. Freute sie sich die ganzen Interessanten sachen kennenzulernen. Sie sah die ganzen Geschäften, viele verschiedene Menschen sogar zum Teil sehr interessante Persönlichkeiten. Feierte Nächtelang, und genoss die Zeit mit ihrem neuen Freund. Alles fühlte sich super an. Allerding zeigten sich schnell die Schattenseiten des Stadtlebens. Die Menschen waren deutlich unfreundlicher als auf dem Land, es gab kein Ort an dem man sich alleine zurückziehen konnten. Die Natur war eher mangel Ware. Die Partynächste mit viel Alkohol hinterließen ihre Spuren. Sie vermisste immer mehr die Idylle im Allgäu. Ach wie gerne würde Sie jetzt Beeren pflücken gehen oder um den Bergsee radeln. Im Sommer ist es in der Stadt ja noch ganz schön, aber im Herbst und im Winter ist alles Grau in Grau. Der Winter im Allgäu ist um einiges schöner. Alle Bäume, Häuser, Wiesen versinken im Schnee. Die Natur schaut aus wie ein Land aus Puderzucker. Nach und nach vermisste sie das Allgäu so sehr, dass sie kurzerhand ihe Sachen zusammenpackte und versuchte ohne  Geld ins Allgäu per Anhalter zu fahren. Anfangs ging dies noch ganz gut, eine nette Lastwagen Fahrerin nahm sie mit bis nach Stuttgart. Sie kam nachts in Stuttgart an, hatte kein Geld und auch keine Übernachtungsmöglichkeit. Sie entschied sie am Bahnhof, wo sie auch ausgesetzt wurde, zu übernachten und am nächsten Morgen im Morgengrauen wieder aufzubrechen.
Am nächsten Morgen wachte sie auf, weil sie jemand rüttelte. Es war ein alter Herr, mit krausigem Vollbart. „Mädchen, du zitterst ja, du holst dir hier den Tod“ „Wie viel Uhr ist es denn“ antwortete sie. „Es ist jetzt halb 9 morgens“ antwortete der hilfsbedürftige Herr. „Oh je ich habe verschlafen, danke für alles ich muss los“ Der Man blieb kopfschüttelnd zurück. An der Autobahnauffahrt, stand sie lange, ungefähr eine Stunde. Es kam dem Landmädchen wie eine Ewigkeit vor. Sie hatte Hunger und die Wasserflasche war auch schon fast leer. Endlich, es hielt eine junge Familie an, die sogar bis nach Füssen in Urlaub fahren wollte. Das war schon fast perfekt. Sie stieg ein, wurde von der Familie mit verköstig und schlief dann ruhig ein. Bis man sie weckte und meinte, sie seien nun langsam da. Langsam dachte sie wieder zurück an die vergangene schöne Zeit in der Stadt und schaltete ihr Handy wieder an. Zwanzig Anrufe in Abwesenheit. Sie wollte mit niemand reden und schon klingelte wieder das Handy „Wo bist du hingegangen? Wieso bist du nicht mehr hier? Und wie bist du überhaupt weggekommen?“ Ich erzählte ihm, dass er in 5min noch mal anrufen solle weil der Zeitpunkt eher gerade ungünstig sei. Die Familie ließ mich am Bahnhof raus. Das Gespräch am Telefon war sehr lange aber der Stadtjunge verstand alles war sehr schockiert über die Variante per Anhalter ins Allgäu zu fahren. Er hätte ihr sogar Geld geliehen.  Ihr Bus nachhause kam und das Telefon war langsam beendet. Die  ganze Familie war sehr erfreut, dass sie wieder zurück ist. Das Haus wieder mehr belebt ist. Alle saßen gerade am Mittagstisch als die Tür aufging. Sie traute ihren Augen nicht, da stand er, sie schloss noch mal die Augen und dachte es wäre Einbildung doch er war es wirklich. Der Junge aus der Stadt stand da einfach so und sagte „Wenn du gehst, komm ich halt nach“ Sie sprang ihm um den Hals und war sehr erleichtert. „Ich hab sogar schon ein Jobangebot bekommen hier in der Gegend, ich will hier mit dir leben.“ Monate später als sich langsam der Allgäu einpendelte, sagte er eines Morgens zu ihr „ Du weist gar nicht wie gut mir das Land leben tut, ich fühle mich inzwischen richtig wohl hier“
Uns sie leben glücklich noch bis zum heutigen Tage auf dem Land in ihrem eigenen Haus.

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