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Kurzgeschichten mit Links

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Die legendäre “Perle des Ammerlandes”.

Von Sabine Krueger am 25. Februar 2011 veröffentlicht
Thema: Sagen

Bad Zwischenahn

Bad Zwischenahn Mühel im Kurpark
Ankommen und sich wohl fühlen!
Das scheint der Leitspruch dieses romantischen Städtchens am Zwischenahner Meer zu sein.
Ob kurzes Wochenende oder Jahresurlaub – dieses ganz spezielle Ambiente Zwischenahn´s zieht seine Besucher in einen magischen Bann.
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Das sagenumwobene Zwischenahner Meer liegt Ihnen hier zu Füßen. Geschichtsträchtig gehen die Meinungen seiner Entstehung auseinander.
Zwischenahner MeerDie einen vermuten, dass der See während einer Eiszeit entstanden ist. Andere widerrum erklären es mit der Entstehung eines Hohlraumes, der unter der Oberfläche ausgespült wurde, später einstürzte, die daraus entstandene Mulde sich mit Wasser füllte und das heutige “Meer” bildete.
Gemäß einer norddeutschen Legende jedoch, versuchte der Teufel persönlich einen Kirchenbau in Oldenburg zu verhindern. Wutentbrannt riss er einen ganzen Wald aus dem Boden und flog damit in Richtung Oldenburg. An der Stelle, an der der Wald einst stand, bildete sich das Zwischenahner Meer.
Entscheiden Sie selbst, was am WAHRscheinlichsten ist.

Eine weitere Legende sorgte 1979 für Schlagzeilen in aller Welt.
Die Geschichte von einem riesengroßen, furchterregenden großen Fisch, der sogar einen Dackel dem Ufer entrissen und gefressen haben soll.

Am 26. April 1979 tauchte dieses Ungetüm erstmalig auf – entdeckt auf einer Testfahrt der Wasserschutzpolizei.
Ein ungewöhnlicher Wellenschlag, gefolgt von einem riesen großen Schatten dicht unter der Wasseroberläche ließ den Männern in Uniform das Blut in den Adern gefrieren.
Bad ZwischenahnEin breiter Rücken mit keilförmiger Flosse war noch kurz zu erkennen, bevor es plötzlich abtauchte und einen großen Wasserstrudel  hinterließ.
Noch heute sind die Eintragungen aus dem Bordbuch zu lesen, in dem es heißt, dass es sich hierbei um ein ca. 3,5m großes Tier handeln musste. – Aus diesem kleinen Eintrag in dem Bordbuch entstand ein Zeitungsbericht, der sehr schnell die Boulvardpresse auf sich aufmerksam machte. Wie eine Welle, die dieses Tier auf dem Wasser hinterließ, verbreiteten sich auf der ganzen Welt die Schlagzeilen, die sich täglich überboten. Zum Schluss wurde diese Entdeckung sogar mit dem Ungeheur von Loch Ness und Moby Dick in einem Atemzug erwähnt.
Erst 1998 wurde es erneut gesichtet. Diesmal von einem Hobbytaucher, der in Ufernähe einen Steg reparierte und mit Fotoapparat dokumentierte. Zuerst vermutete er einen treibenden Baumstamm, als dieser sich jedoch auf ihn zubewegte griff er geistesgegenwärtig zu seiner Kamera, und so konnte die Existenz dieses “Ungeheuers” im Zwischenahner Meer erstmals bewiesen werden. Als die Bilder endlich entwickelt und ausgewertet wurden stand es fest.
Wie bereits vermutet, handelte es sich um einen riesen großen Wels von ca. 2,5 m, der heute tatsächlich seine damals geschätzten 3,5 bis 4 m erreicht haben könnte. Welse können nämlich bis zu 80 Jahre alt werden und wachsen bis sie sterben. – Na, haben Sie nun Lust auf eine Angeltour bekommen?

Ich erzählte diese – übrigens wahre – Geschichte meinem Bruder, als wir an einem warmen Sommertag mit dem Ruderboot auf dem Zwischenahner Meer unterwegs waren und er gerade erfrischende Schwimmzüge um das Boot herum machte. Was meinen Sie wohl wie lange es gedauert hat, bis er neben mir saß?

Dem Wels zu ehren wurde sogar auf dem Marktplatz von Bad Zwischenahn eine lebensgroße bronzene Statue errichtet.