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Die Liebe und die Lyrik

Von Poesie am 6. Januar 2010 veröffentlicht
Thema: Romantik

Es ging die Liebe in die Stadt, nahm einen kleinen Korb mit um Früchte zu kaufen.  Der Weg zur Stadt war nicht sehr weit entfernt, etwa zwei oder drei steinige Meilen. Der Boden wurde auch immer trockener je näher die Liebe den großen Toren kam. Endlich erreicht, marschierte sie geradewegs auf den Hauptplatz zu. Dieser mit Marmor und Glas überwachsen, spiegelte wärmend das Sonnengrell vom weiten Blau des Himmels.

„Wo ist denn die Lyrik, das Warten ist so heiß“ dachte die Liebe, ihren Arm um die Stirn reibend. Schwitzende Stunden vergingen, der Vormittag ging in den späten Nachmittag über,

die Liebe war zornig. „Wie kann mich die Lyrik nur warten lassen ?“  Ungeduldig stieß sie vor in den kühlenden Tempel dessen Wandschmuck aus Mobiltelefonen und Sonderangebote von Urlaubsreisen bestand. „Solchen Durst habe ich, entschuldigen Sie, edler Herr, wo finde ich ein Lokal oder eine Lounge. Ich hätte so gerne einen eisigen Schluck Zitronenlimonade. Hallo…Hallo…Hört mich niemand?“ Die Leute gingen an der Liebe vorbei, kalt und von willkürlichen Einflüssen gesteuert. Wie vom Wind getrieben. Niemand hörte sie rufen und  fragen. Keiner spürte sie auf die Schulter klopfen.

Weinend saß sie auf den Stufen einer Seitengasse, hindurchgegangen und ignoriert. Da endlich klopft ihr jemand auf die Schulter. „Hallo Liebe, es tut mir leid, dass ich dich so lange hab warten lassen.“ „Lyrik! Na endlich. Wo warst du denn?“ Die Lyrik sah nachdenklich zu Boden. „Die Leute habe mich unnutz gebraucht. In sinnlosen leeren Gedichten war ich aufgehalten und eingesperrt.“ Die Liebe und die Lyrik hielten sich in Händen und strahlten.

Der Nachmittag kühlte merklich in den späten Abend über.

„Lass uns Liebesgedichte machen“ flüsterten sie sich gegenseitig zu, mit einem Zwinkern. Sie küssten sich und verließen die Stadt umarmt, etwa zwei bis drei Meilen zu Hütte wo alles seinen Anfang nahm.