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Jagen und gejagt werden

Von Sharif am 7. März 2013 veröffentlicht
Thema: Fantasy

Ich war auf der Flucht und, dass mitten im in irgendeinem gottverfluchten Urwald, wo nicht nur Fuchs und Hase sich gute Nacht sagten. Irgendwo ganz weit hinter mir lauerten die Jäger und kamen mir mit jedem Schritt näher. Schon wieder knackte es im Unterholz verdächtig und mir stand der Angstschweiß bereits auf der Stirn, wobei ich meine Waffe schon so fest umklammerte, dass meine Knöchel weiß hervortraten. Ganz allmählich ging mir die Puste aus, mein Herz hämmerte in der Brust und meine Waffe schien mit jeden Schritt schwerer zu werden.

Meine Feinde rückten näher, ich spürte bereits den heißen Atem dieser stinkenden Hunde in meinem Nacken und suchte mir erst einmal ein Schlupfloch, um wieder Luft holen zu können. Im Wald herrschte gespenstige Stille, kein Vogel sang ein Lied, kein anderes Tier ließ sich blicken, anscheinend rochen auch die Bewohner des Waldes die Gefahr. Fünf Minuten noch, dann musste ich weiter, ansonsten hatten Sie mich. Schon jetzt hörte ich die Rufe der Jäger, sie suchten mich und, dass in jedem Winkel dieses verfluchten Waldes. Ich durfte mir gar nicht ausmalen, was passieren würde, wenn sie mich wirklich fanden, denn dann wäre ich mit Sicherheit nicht mehr lange am Leben und das Spiel wäre endgültig zu Ende.

Die Waffe im Anschlag kroch ich weiter durchs Dickicht und versuchte so wenige Geräusche zu verursachen, wie nur möglich. Ein falscher Schritt konnte meine Feinde auf mich aufmerksam machen und so setzte ich dieses Mal nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Taktik. Noch waren die Jäger damit beschäftigt das Unterholz nach mir zu durchsuchen. Anstatt mir schnell zu folgen, glaubten diese blutrünstigen Zweibeiner anscheinend, dass ich mich irgendwo versteck hielt. Ein Vorteil für mich, denn so kam ich jede Minute meinem Ziel ein Schritt näher, falls ich nicht doch die Orientierung verloren hatte.

„Scheiße“, meine Taktik schien doch nicht aufzugehen. Urplötzlich nahmen die Feinde wieder Tempo auf und kamen mir in einer rasanten Geschwindigkeit näher. Vielleicht noch 10 Minuten, dann hatten sie mich. Ich war der letzte aus unserem Team und jetzt hieß es für mich Gas geben und noch einmal alles aus mir herauszuholen, was ich noch an Kraftreserven besaß. Ich nahm die Beine in die Hand, klammerte mich an meinen geliebten Markierer und stob mit der Geschwindigkeit eines Leoparden durchs Unterholz. Die Jäger im Nacken, sie rückten näher. Ein Sturz und ich wäre geliefert und schon jetzt hörte ich, wie meine Feinde ihre Waffen luden, um mich endgültig aus dem Verkehr zu ziehen. Ich wagte es nicht einen Blick zurückzuwerfen, denn auf die grinsenden Masken dieser abscheulichen Gestalten konnte ich getrost verzichten.

Noch etwa 1 km und ich wäre in Sicherheit. Schon jetzt brannten meine Lungen, die Seitenstiche wurden schlimmer und mein Atem ähnelte dem eines hechelnden Hundes. Sollte ich das Ziel wirklich noch erreichen und es schaffen am Leben zu bleiben? Meine Gedanken schlugen Purzelbäume. „Bam,bam, bam!“ Das wars, ich war getroffen, blaue, grüne und gelbe Punkte zierten meinen Körper. Die Gegner hatten das Paintball-Match doch noch gewonnen. Ich war am Ende und verlor kurz vorm Ziel das Woodland-Szenario.