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Michel der Bankräuber

Von Poesie am 1. Dezember 2009 veröffentlicht
Thema: Poesie

Etwas verspätet in der Halle,  für den Falle dass wer betet,
sich versteckt, jemanden alarmiert, oder verdeckt telefoniert,
hat Michel viele seiner Männer, echte Bankangestelltenkenner,
mit schlechten Gedichten bewaffnet in diesem Raume aufgestellt.
Sollte sich jemand beschweren, während die Männer die Bank hier leeren,
würden üble Reime in ein Gedicht, das schlicht gesagt so schlecht ist,
dass auch wenn man sich in dieser Lage, zum Liebhaber dieser Gedichte wage, es einem sicher nicht gefällt, wie Reim auf Reim sich zueinander, ohne Harmonie verhält.

Doch jemand hat da, bevor zu spät, eine Idee. Oh ja, dies tät den Räubern weh.

Nennen wir Kunst die Gedichte, denn viel ist schön in Künstlerlichte, dann erstickt der Schrecken schlechter Reime, die in den Gedichten stecken, (was sonst) im Keime.  Die Bankräuber wären unbewaffnet, und wir alle in der Halle, werden gegen das Leeren uns in diesem Falle wehren, sowie neben anderen Dingen, die restlichen Münzen wieder mehren, in dem wir die Räuber dazu zwingen „Zahlt wieder ein, sonst werden wir singen“. Dies klingt noch viel schlimmer als jedes Gedicht, von wem auch immer.

Poesie und Avantgarde – am Montag