Abenteuer mit Maxi
Von Judith Schomaker am 21. Dezember 2009 veröffentlichtZusammen mit seiner Mama wohnt Felix in einem kleinen Haus. Das Haus ist ganz in der Nähe von Felix`Kindergarten. Es sind nur ein paar Minuten mit dem Auto und manchmal darf Felix auch schon mit dem Schulbus zum Kindergarten fahren. Mit 5 Jahren ist man schließlich schon fast so groß wie ein Schulkind. Zum Haus gehört ein großer Garten, der bis an den Wald geht. Hier kann man wunderbar spielen nur Abends, wenn es dunkel wird, ist es hier ein wenig unheimlich.
Und weil Mama und Felix so alleine wohnen, hat Mama beschlossen, einen richtigen Wachhund zu kaufen. Der soll auf sie aufpassen, damit es Nachts nicht mehr so gruselig ist. Ein echter Wachhund ist also eine gute Idee und Felix freut sich schon ganz doll auf den neuen Mitbewohner.
Endlich ist es soweit, Maxi zieht mitsamt seinem Körbchen und ganz viel Hundespielzeug in sein neues Zuhause bei Felix und Mama. Maxi ist ein riesiger weißer, ganz wuscheliger Hund, mit dem man toll spielen kann. Den ganzen Tag toben Felix und Maxi zusammen, spielen Fangen und Stöckchen holen, bis es Abend wird. Jetzt muss Felix langsam ins Bett, schließlich ist morgen Kindergarten und das heißt, früh aufstehen.
Felix hat eigentlich gar keine Lust und würde viel lieber noch weiter mit Maxi spielen. Aber alles Betteln hilft nichts, Mama schickt Felix ins Bett und Maxi in sein Körbchen. “Morgen ist auch noch ein Tag!” sagt Mama.
Als es schon ganz spät ist und Felix bereits seinen ersten Traum geträumt hat, wird er plötzlich von Maxis lautem Gebell geweckt. Mama scheint von dem Radau nichts gehört zu haben und so schleicht Felix im Dunkeln durch das Haus, um nachzusehen, warum Maxi so bellt. Ein wenig Angst hat er dabei schon, doch es kann ja nichts passieren, Maxi ist schließlich da. Aber warum bellt er nur so, kommen Einbrecher oder gibt es vielleicht doch Trolle im Wald. Davon haben die Nachbarkinder morgens im Schulbus nämlich schon einmal erzählt.
Oh nein, Maxi bellt genau in Richtung Wald. Felix` Befürchtungen wegen der Trolle werden immer mehr. Was soll er jetzt nur machen? “Am besten wird es sein”, denkt sich Felix “ich lasse Maxi nach draußen, damit er die Trolle, oder was auch immer da im Wald ist, verjagen kann.” Also gut, gesagt getan. Felix macht die Tür ganz vorsichtig auf, aber nur so weit, dass Maxi gerade hindurchschlüpfen kann. Mit lautem Gebell jagt er in Richtung Wald und verschwindet in der Dunkelheit.
Felix kann Maxi schon nach kurzer Zeit weder hören noch sehen und bekommt plötzlich fürchterliche Angst. Was ist, wenn Maxi nicht stark genug für einen Trollkampf ist? Schnell rennt er zu Mama und weckt sie. Ganz aufgeregt erzählt er von Maxis Gebell und dass er ihn nach draussen gelassen hat, damit er die Trolle verjagt. Mama lacht nur und erklärt Felix, dass es bestimmt keine Trolle gibt, bestimmt jagt Maxi hinter einer Katze oder einem Hasen her. Davon ist Felix aber nicht überzeugt!
Als Mama und Felix endlich bei der Haustür ankommen, ist Maxi immernoch verschwunden. Rufen nützt auch nichts und Mama hat selber ein bißchen Angst, Nachts im Wald nach dem verschollenen Hund zu suchen. Auch am nächsten Morgen, als Felix zum Kindergarten muss, ist Maxi noch nicht wieder aufgetaucht. Mama verspricht, Maxi zu suchen, während Felix im Kindergarten ist.
Den ganzen Morgen muss Felix nur an Maxi denken. Was er heute Nacht wohl gesehen hat und wo er jetzt wohl ist? Lust zum Spielen hat er jetzt vor lauter Sorge um Maxi auch überhaupt nicht und so ist Felix heilfroh, als der Kindergarten zu Ende ist und er endlich nach Hause kann. Sofort guckt er in Maxis Körbchen, aber das ist noch genauso leer wie heute Nacht. Hätte er Maxi doch bloß nicht nach draußen gelassen!
Traurig geht Felix zu Mama, die ihn erst einmal in den Arm nimmt. Obwohl Felix dicke Tränen über die Wangen kullern, strahlt Mama immer noch wie ein Honigkuchenpferd. “Komm mal mit, ich muss dir etwas zeigen.” sagt sie. Nach Überraschungen steht Felix nun wirklich nicht der Sinn, trotzdem folgt er Mama artig in den Holzschuppen, der direkt am Waldrand steht.
Und siehe da, plötzlich strahlt auch Felix wie ein Honigkuchenpferd. Da liegt Maxi in einer Ecke vom Holzschuppen und neben ihm der vermeintliche Troll von heute Nacht. Nein, natürlich kein Troll, ein kleines, mutterloses Rehkitz hat sich an Maxi gekuschelt und guckt Felix aus großen, braunen Augen an. Deswegen hat Maxi heute Nacht also gebellt. Jetzt ist sich Felix ganz sicher, dass es im Wald keine Trolle gibt.









