Short Story

Kurzgeschichten mit Links

Aufregende Lateinamerika Reise von Zentralamerika bis Südamerika

Von Tortuguero am 8. Juni 2012 veröffentlicht

Der Absender ist ein sehr guter Freund. Er bat mich in dem Brief um finanzielle Hilfe. Denn die Reise begann für ihn unschuldig und entwickelte sich, nach seinen Beschreibungen, zu einer Verfolgungsjagd, die anscheinend, durch mehrere Länder führte. Der Grund der Reise ist eine wissenschaftliche Arbeit gewesen. Er hatte die Gelegenheit einem gut erarbeiteten Bericht über die Vogelwelt Mittelamerikas in einem Fachmagazin für Vogelkunde veröffentlichen zu lassen. Die Chance wollte er nutzen. Bei der Suche und Buchung der Flugtickets halfen ich ihm. Fündig wurden wir bei Urlaub-Lateinamerika.de. Die sind auf Costa Rica Reisen spezialisiert. Das letzte Mal sahen wir uns auf der Abschiedsparty. Dieser Brief enthielt mehr als langweilige Tagebuchaufzeichnungen. Denn nachdem sein Notebook mit all den Aufzeichnungen und Beschreibungen gestohlen war, beschloss er den Dieb zu stellen. Ein eingebautes GPS-System war als Hilfe zum Wiederfinden, gerade für solche Fälle, eingebaut gewesen. Das Abenteuer, auf das er sich aufmachte, führte ihn von Costa Rica weg, über Nicaragua und Bolivien, nach Brasilien. Die Tat war ein Akt der Verzweiflung, die später anscheinend in Abenteuerlust endete. Mit dem Verlust der Daten wäre die ganze Arbeit der letzten Wochen verschwunden. Die Publikation und eine mögliche Neuanstellung konnte er vergessen. Der Brief beschreibt die Stationen seine Reise, die kreuz und quer verläuft. Es liest sich wie Reiseführer.

Costa Rica, das Juwel Mittelamerikas
Wegen der natürlichen Vielfalt des kleinen mittelamerikanischen Staates Costa Rica, von der die meisten größeren Länder nur träumen können, war dass der Zielort seine Recherche. Millionen von Besucher kommen jährlich ins Land und bestaunen die tropischen Regenwälder, Vulkane, Sümpfe und die schönen Strände. Costa Rica ist ein Paradies für Spaziergänger und Wanderer. Man kann auf dem Weg auf wilde Tiere, wie Affen und Jaguare, stoßen. Die örtlichen Behörden tun alles, um die Natur zu schützen.

Der Nebelwald Monteverde
Dieser wunderschöne Nebelwald ist eines der meist besuchten Attraktionen in Costa Rica. Es gibt beinahe 500 verschiedene Vogelarten zu beobachten, die die Gegend für Vogelkundler interessant macht. Vom Besucherzentrum kann man verschiedene Wanderungen, die zum Teil über spezielle Hängebrücken hoch über die Bäumen führen, unternehmen. Hier erwähnt er zum ersten Mal eine Person, die er kennengelernt hatte. Er bietet ihm seine Dienste als einheimischer Reiseleiter an. Mein Freund nahm anscheinend überrumpelt das Angebot an.

Tortuguero
Der Mann führte ihn zu diesem Stand. In diesem Nationalpark befindet sich das wichtigste Brutgebiet für vom Aussterben bedrohte Schildkrötenarten. Der Park besteht hauptsächlich aus Sümpfen und Flüssen, sodass man es am besten mit einem Boot auf Entdeckungsreise gehen sollte. Er genoss das wahrhaft schöne Land. Am vorletzten Tag seines Aufenthalts wachte er mit einem mulmigen Gefühl auf. Was auffiel war, dass er irgendwie einen starken Kater hatte, und beschrieb diesen mit hämmernden Kopfschmerzen. Sein Raum war durchwühlt worden. Zu seinem Schock bemerkte er das nur sein Laptop, mit den Aufzeichnungen und Berichten, der letzten Wochen, entwendeten worden war. Die lokale Polizei konnte ihm nicht helfen.
Verzweifelt saß er nun in einer Kneipe. Sein Versuch die Geschichte Einheimischen zu erzählen, schlug fehl, da er nur gebrochen Spanisch sprach. Ein Unbekannter gesellte sich der illustren Runde und half ihm. Mein Freund beschrieb ihn als Auswanderer, der vor langer Zeit Deutschland verlassen hatte, um nach Abenteuern zu suchen. Nachdem mein Freund seineSorgen dem Fremden erzählt hatte, bot dieser ihm seine Hilfe an. Schließlich war ein GPS-System im Laptop eingebaut, das war ein Ansatzpunkt. So bildete sich ein Team, das der Spur des Diebes folgte.

  Nicaragua, das Land der Seen und Vulkane
Ihr Weg führte sie nach Nicaragua. Dieses Land hat wegen Bürgerkriegen, der in den 80er Jahren wütete, ein negatives Image. Nur wenige wagen sich hierhin, obwohl es seit 15 Jahren ruhig ist und derzeit zu den sichersten Ländern in Mittelamerika gehört. So kann man bei Nicaragua Rundreisen die unberührte Natur genießen. Naja, man hat einige Mühe zu den schönsten Orten zu gelangen, schrieb er. Vom kolonialen Grenada aus machte er sich zum Vulkan Concepción auf. Dieser Vulkan formt mit einem anderen Vulkan eine Insel im riesigen Nicaraguasee.

Leon
Das einfache Ortungsgerät, das GPS-Systeme erfassen konnte, brachte die beiden nach Leon. Diese Bastion der kolonialen Architektur soll angeblich ein Muss für echte Liebhaber von Kultur sein. Die größte Kathedrale in Zentralamerika und viele Museen befinden sich in diesem Ort. Es weht ein Hauch von echter spanischer Atmosphäre, dass er spürte.

Mein Freund war von der technischen Fertigkeit des fremden Auswanderers erstaunt. Angeblich war er IT Experte bis zu einem Burn-out Vorfall. Er schaffte es, das Signal zu verstärken. Als Bolivien angezeigt wurde, schien die Verzweiflung größer zu werden. Beide rafften sich auf und besorgten sich Flugtickets. Geld hatte er noch. Das Ziel war Bolivien.

Bolivien, das Land der Natur und Architektur
Eine Reise nach Bolivien bietet alles was ein Abenteurer sucht. Schneebedeckte Berge, schroffe Vulkane, die größte Salzwüste der Welt und wunderschöne Dschungel. Dieses Land der Extreme hat eine Bevölkerung, die stolz auf die reiche Geschichte des Landes ist.

La Paz
Hier ist der Regierungssitz des Landes. Die Jagd sollte eine Pause einlegen, denn, das GPS-Signal war, weg. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als zu warten. Der eine amüsierte sich köstlich. Bei meinem Freund hingegen stieg der Frust. Er konnte sich alles nicht erklären. Soll er dem Fremden echt vertrauen, denn es ist nicht seine Art. Er will kontrollieren, jetzt fällt ihm auf, dass er seit Langem nicht mehr die Kontrolle hat.

Noel Kempff Mercado Nationalpark
Da ich erwähnte, dass ich Vogelkundler war, wurde mir dieser Park empfohlen. Unter Fachkundigen ist dieser von der Außenwelt isolierte Naturpark ein Paradies. Die Wasserfälle sind in die grünen Bergehänge eingebettet. Die Fülle an Fauna und Flora hat mich selbst überrascht. Verschiedene Arten von Vögeln, Affen und Raubkatzen kann man sehen. Inmitten dieses Dschungels hat man ein mulmiges Gefühl der Abgeschiedenheit. Über die Grenze setzten wir unsere Jagd nach dem Dieb fort. Wir waren in Brasilien angekommen.

Brasilien, das Land der Samba und Fußball
Samba und Fussball kannte ich aus Brasilien. Leidenschaft und das lässige Leben lernte ich kennen. Die Musik, die den Samba begleitet ist allgegenwärtig. Jeder kleine Platz wird von Fußballern besetzt, die hier ihre Künste zeigen. Der berühmte Karneval von Rio de Janeiro ist weltweit bekannt. Der Amazonas ist ein undurchdringlicher Urwald, den an Attraktivität nicht verloren hat.

Rio de Janeiro
Der extravagante Karneval zieht eine Menge Besucher und Schaulustige an. Copacabana und Ipanema sind die weltberühmten Strände der Stadt, die schon von Musikern besungen wurden. Viele Museen, Kirchen, einheimische Märkte und prächtige Parks sind hier zu bestaunen. Mit einer Seilbahn kann man sich an die Spitze des Zuckerhuts tragen lassen. Auf diesem hohen Felsen hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt und die Bucht. Mit der Zahnradbahn gelangt man zur weltberühmten Christusstatue. Ein weiteres Wahrzeichen der dieser einmaligen Stadt. Dies war die Endstation. Das Signal war nicht mehr zu orten. Geld hatte er auch nicht mehr. Er war am Ende. Einen Brasilien Urlaub hatte er sich anders vorgestellt. Doch dieser Brief stellt einen Anfang dar.

 

Richards erlebnisreiche Jugendreise nach Kroatien nebst Gruselfaktor

Von Richard am 8. Juni 2012 veröffentlicht

Da stehe ich nun mit meinem Reisekoffer, der kleinen blauen Brotdose, in der ich mein Taschengeld für die Reise gesteckt habe und meinem Ticket nach Kroatien. Den Flyer “Reisen für Jugendliche” knülle ich in mein Handgepäck. Die stickige Flughafenluft und das Gedränge bei der Gepäckabgabe, geben mir das Gefühl von purer Abenteuerlust – oh, ja. Bald werde ich auf dem kleinen Campingplatz des Ferienparks “Petalon” mit meinen Freunden David und Benjamin entspannen und die Schule hinter mir lassen. Da wir keinen fahrbaren Untersatz in Kroatien haben, haben wir uns im Voraus ein Wohnmobil gemietet, mit dem wir durch das Land touren werden. Wirklich günstige Wohnmobile haben wir übers Internet gefunden, genau wie unseren Campingplatz, auf dem wir unsere Freizeit verbringen werden.

Aber erst muss ich mich durch diese Flughafenhölle hier kämpfen, deren Lärm mich meine eigenen Gedanken nicht mehr hören lässt. Mein Gott, was drängeln die Leute so, als wäre das der Sommerschlussverkauf! Ein alter Herr, der sich vor mir durch den Sicherheitsbereich begibt, hat sich zum wiederholten Mal die Schweißperlen von der Stirn gewischt. Jetzt merke ich erst wie heiß und stickig es tatsächlich ist und es dauert schier eine Ewigkeit, bis auch ich durch den Sicherheitsbereich gekommen bin. Und da warten auch schon David und Benjamin auf mich. “Hey, Alter. Alles fit?” “Jo, kann’ losgehen”, antworte ich und laufe mit meinen Freunden zum Flugzeug.

Endlich im Flugzeug angekommen, stopfe ich mein Handgepäck ins Gepäckfach und setze mich auf meinen Platz – hm, ob es wohl von Vorteil ist, in der Mitte einer Sitzreihe zu sitzen? Naja, vielleicht setzen sich ja zwei heiße Schönheiten rechts und links von mir hin. Bei dem Gedanken kann ich mir ein verschmitztes Grinsen nicht verkneifen. Doch – wie könnte es auch anders sein – kommt es anders als gedacht: ein ziemlich rundes Ehepaar kommt ächzend auf mich und meine zwei freien Plätze zu. Nein, bitte nicht! Zu spät: Sie haben Platz genommen! Meinen Kumpels geht es da schon besser: Sie haben eine nette blonde Schönheit in ihrer Mitte sitzen, die sich angeregt mit ihnen unterhält – Was für Glückspilze!

Immer wieder kommt mir der Geruch von beißendem Schweiß in die Nase. Dem Herrn neben mir tropft förmlich die Soße von der Stirn. Am liebsten würde ich mich von meinem Platz entfernen und mich zu meinen Freunden und der netten Blondine setzen, doch da höre ich die Stimme des Kapitäns, der seine Passagiere an Board willkommen heißt. Ich klappe die Armlehnen rechts und links hoch um mir zwischen den beiden Herrschaften ein wenig mehr Platz zu schaffen, doch kaum sind die Armlehnen aufgeklappt, nehmen auch schon die Arme meiner Sitznachbarn darauf Platz. “Gute Idee, mein Freund”, sagt der Herr und kuschelt sich in seinen Sitz. “Weck mich, wenn wir angekommen sind” und bevor ich meinen Ärger über die verlorenen Sitzlehnen preisgeben kann, ist er auch schon eingenickt. Na toll! Gut, was soll’s – ich hole mir meinen CD-Player vom Gepäckfach heraus und möchte gerade Musik hören, als mich die Stewardess freundlich unterbricht und mich fragt, ob ich etwas zu trinken oder zu essen möchte. Ich bejahe höflich und sie gibt mir einen Becher Orangensaft, den ich in den Becherhalter vor meinem Sitz stelle.

Nach einer Weile habe ich dringend das Bedürfnis auf die Toilette zu gehen und so kommt es, dass ich der dicken Frau neben mir die eine fatale Frage stelle: “Entschuldigung, könnte ich kurz mal vorbei?” “Klar, kein Problem”, antwortet diese, doch anstatt aufzustehen und mich durchzulassen, packt sie sich ihr Essen, das sie auf dem Klapptisch vor dem Sitz ausgebreitet hatte, und gibt mir ein Zeichen, mich nun durch ihre Beine zu quetschen. Ich bin kurz davor, mich einfach wieder hinzusetzen und meine Blase in die Schranken zu weisen, doch sie gibt den Ton an und so drücke ich mich durch die nackten, verschwitzten Oberschenkel auf den Flugzeuggang. Igitt – aber egal: Ich muss auf die Toilette!

Doch wieder ein Hindernis: Beide Toilettenkabinen sind besetzt! Ich wippe nervös mit dem Fuß und versuche, dem Blasendruck standzuhalten, da höre ich doch die Stimme des Kapitäns “Sehr geehrte Fluggäste. Bitte legen Sie Ihre Sicherheitsgurte an, da wir durch ein Gewitter einige Turbolenzen erwarten”. Hektisches Anschnallen der Fluggäste – da fliegt die Toilettentür auf und ein junger Mann hetzt auf seinen Sitzplatz. Schnell meine Blase erleichtern, dann das gleiche tun, denke ich bei mir. Doch kaum sitze ich auf dem Toilettensitz (ganz recht: Auch Männer können sitzen!), höre ich ein lautes “Kabuuuum!”. Gewitter! Wie vom Kapitän vorausgesagt. Ich will mich beeilen, doch es läuft und läuft und läuft… Plötzlich ein Luftloch – oh, nein! Der Toiletteninhalt hat sich selbstständig gemacht. Verzweifelt versuche ich, meine Hose trocken zu bekommen. Ein Versuch, der leider bei der mickrigen Leistung des Toiletten-Handtrockners ein hoffnungsloses Unterfangen bleibt. Genervt verlasse ich die Toilette und meine Laune wird auch beim Anblick meiner Sitznachbarin nicht besser. Wenigstens sind die Turbulenzen weniger geworden, also sehe ich mich Imstande, mich ohne Hilfe meiner Sitznachbarin wieder auf meinen Platz zu begeben. Doch genau in dem Moment, in dem ich ein Bein schon auf meinem Sitz habe, macht das Flugzeug einen Schwenker und ich sitze auf dem Schoß der Frau. “Huch, nicht so stürmisch, junger Mann!”, sagt die Frau erschrocken. Peinlich berührt entschuldige ich mich bei ihr und versuche, ihr für den Rest des Fluges nicht in die Augen schauen zu müssen.

“Sehr geehrte Passagiere, wir haben soeben Vrsar erreicht! Wir hoffen, Sie hatten einen angenehmen Flug mit unserer Airline und beehren uns bald mal wieder” Kommentarlos über diesen Witz verlasse ich das Flugzeug – David und Benjamin kommen nach mir aus der Maschine. “Alter, war das cool! Die kleine Blonde hieß Bianca und die hat ihren Urlaub in Deutschland verbracht.”, sagt Benjamin und reibt mir einen Zettel mit einer Telefonnummer unter die Nase. “Ihr Glücklichen – für mich war’s eher eine Jugendreise nebst Gruselfaktor, jedenfalls der Flug dahin”, antworte ich und winke ohne ein weiteres Wort ein Taxi herbei. Meine beiden Freunde David und Benjamin schauen mich verdutzt an und zucken ratlos mit den Schultern.

 

Mein Märchenurlaub in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Von Guanche am 2. Juni 2012 veröffentlicht

Wir wollten mal wieder im Urlaub eine wunderbare Zeit verbringen und eine Reise in den Orient sollte zur Erfüllung aller Urlaubsträume werden. Die Emirate Adschman, Dubai, Schardsch, Umm al-Qaiwain, Abu Dhabi, Fudschaira und Ra´s al-Chaima lockten uns mit einem Urlaubstraum aus 1001 Nacht. Für viele Urlauber beginnt schon ein wahrer Märchenurlaub, wenn man zum Dubai Flug gestartet ist und unsere Reise nach Dubai wurde auch dort schon zum schönen Erlebnis. Wir freuten uns schon beim Blick auf die Wolken auf unser Urlaubsziel, denn diese Metropole am Persischen Golf hat schönste Natur und viele wunderbare Sehenswürdigkeiten zu bieten. Schon immer war es unser Traum ein Zimmer im Burj Khalifa zu beziehen und wenn auch nur für die kurze Ferienzeit. Als dieser Traum nun in Erfüllung ging, da wussten wir, dieses Hotel musste man einfach mal erlebt haben. Mit seinen beeindruckenden 828 Metern das höchste Gebäude der Welt, bietet es den puren Luxus und wer nicht ständig in den schönsten Sternehotels wohnt, der wird wie wir ehrfürchtig erstarren vor soviel schönem Luxus. Bei einer Stadtrundfahrt konnten wir feststellen, dass Dubai viele tolle Sternehotels bieten kann und ob man nun ein Hotel in Katar, Hotels in Abu Dhabi oder ein luxuriöses Hotel in Dubai auf Reisen nach Dubai gebucht hat, hier bekommt das Wort Luxus und Service eine ganz neue Dimension.

Für unseren Dubai Urlaub hatten wir uns vorgenommen die vielen Bauwerke der Stadt anzuschauen und schon der Blick auf die Business Bay war sehr beeindruckend, aber auch die Rolex Twin Towers waren ein wunderbares Motiv für die schönsten Urlaubsbilder. Natürlich wollten wir auch das historische Leben in Dubai kennenlernen und so haben wir einen wunderbaren Ausflug zum Heritage Village gemacht. Dubai Fountains, der Emirate Golf Club oder die Museen der Stadt, Dubai sollte man einfach gesehen haben. Viele ungewöhnliche Dinge konnten wir hier erleben, so gibt es eine große Halle für alle die gerne im Orient auch einmal Skifahren oder Rodeln wollen. Wer dieses Vergnügen aber lieber landestypisch haben möchte, der konnte auch in der Wüste Skifahren. Berühmt sind die Perlenfischer dieses Landes und das Perlendorf von Dubai haben wir auf einer Sightseeingtour durch dieses wunderbare Land besuchen können. Ebenso haben wir im Orient nicht die typischen Basare und Märkte verpasst, so dass wir in Dubai selbstverständlich auf den Gold Suk gegangen sind. Und auch der Gewürz Suk und der alte Markt war Ziel eines Ausflugs in dieser turbulenten Metropole. Die meisten Urlauber zieht es aber immer wieder in die großen Einkaufsmalls der Stadt ziehen und die Mall of the Emirates und die Dubai Mall, beeindrucken durch die Vielzahl an Geschäften und die faszinierende Auswahl an Produkten. Deshalb haben auch wir uns in das Getümmel dieser großen Malls gestürzt und jeder aus der Familie war begeistert, als wir mit vollen Einkaufstüten wieder im Hotel angekommen sind.

Nach aufregenden Tagen in Dubai ging es weiter nach Abu Dhabi und auch hier warteten die schönsten Hotels in Abu Dhabi auf den Urlauber und purer Luxus ist ein Zeichen, dass man seinen Urlaub in den Vereinigten Arabischen Emiraten verbringt. Ein tolles Highlight unserer Reise war der Besuch der Ferrari World und hier konnten wir die schnellste Achterbahn der Welt, die Formula Rossa nutzen. Einmal im Jahr zieht es aber vor allem die Sportfans in dieser Region der Welt, denn die Formel Eins setzt dann auf schnelle Wagen und den Rausch der Geschwindigkeiten und auch wir hätten gerne Schumi und Co. im Geschwindigkeitsrausch erlebt. Natürlich konnten wir auch hier einen wunderbaren Einkaufsbummel machen, aber die Kinder liebten den Ausflug in den Tierpark der Stadt, denn der Zoo Al-Ain hat eine tolle Vielfalt an den schönsten Tierarten. Ein schönes Highlight war der Besuch des Kamelmarkts der Stadt, aber auch das Mujeirib Forb aus dem Jahr 1830 war interessiert und wir waren von der Besichtigung ganz begeistert. Ein besonderes Ausflugsziel vor Abu Dhabi war aber die Insel des Glücks Saadiyat und die hier entstehende Kulturstadt soll das Prestigeobjekt der Vereinigten Arabischen Emirate werden. Theater, Oper und Konzertsaal, eine Dependance des Pariser Louvre, ein orientalisches Guggenheim Museum und ein außergewöhnliches Maritime Museum, alles konzipiert von großen Architekten sollen den neuen Magneten für viele Touristen schaffen, die sich auch im Urlaub nicht nur an wunderbaren Sandstränden räkeln wollen, sondern die sich auch gut unterhalten lassen wollen. Der Ausflug auf diese Insel war toll und wunderbare Architektur kann man hier überall sehen.

Als weiteren Höhepunkt der Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate hatten wir ein Hotel in Katar gebucht und abends konnten wir über die wunderbare Corniche, die tolle Uferpromenade von Katar flanieren. Die orientalischen Kaufsitten konnten wir nirgendwo anders so wunderbar studieren, wie in den Märkten und Basaren dieser Stadt und der Souq Waqif in Doha war ein beliebtes Ausflugsziel der Stadt und ein Urlaubermagnet. Eine Insel der Superlative ist The Pearl das schöne Prestigeobjekt vor den Toren von Katar, das mit schönsten Hotels, vielen Freizeitsparks und wunderbaren Sandstränden auch uns und viele andere Urlauber ins exotische Katar gelockt hatte. Ein ganz besonderes Naturschauspiel sind die Singenden Dünen vor den Toren der Stadt und der extrem trockene Sand machte einen singenden Ton, als wir die Dünen hinuntergerutscht sind. Einen schönen Ausflug haben wir zu einem der Wahrzeichen der Stadt dem Fort Al Zubara gemacht und auch die Kalksteinfelsen von Jabal al Jassassiya haben wir nicht verpasst. Hier kann man wunderbare Felsgravuren sehen, die die Bewohner dieser Region schon vor Jahrtausenden in den Stein gemeißelt haben. Wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten üblich, ist auch Katar ein wunderbarer Ort für jeden Einkaufsfan und die Villagio Shopping Mall, eine tolle Themen Mall oder die Hyatt Plaza Mall werden mit schönsten Angeboten begeistern. Wir haben die größte Mall der Stadt die City Centre Mall besucht und ob man Schmuck oder Kleidung kaufen will, hier wird man garantiert fündig.

Reist man in die Vereinigten Arabischen Emirate, dann sollte man sich an die Sitten und Gebräuche des Landes halten. Vor allem beim Autofahren in den Emiraten war es wichtig, dass man sich daran hält das hier ein absolutes Alkoholverbot besteht. Auch beim Filmen und Fotografieren haben wir immer Vorsicht walten lassen, besonders bei verschleierten Frauen, die wir nicht ohne die Einverständniserklärung ihrer männlichen Begleiter fotografiert haben. Ein besonderes Vergnügen war für uns aber das Feilschen, das erst nach einigen Versuchen wirklich gut klappte. Reisen nach Dubai, die wunderbarste Urlaubszeit unseres Lebens und eine orientalische Traumwelt, wo jeder Urlauber wie wir verwöhnt wird.

 

Die Guanchen und die kanarischen Inseln

Von Guanche am 3. Januar 2012 veröffentlicht

Marias Füße baumeln im kristallklaren Salzwasser, ihr Blick ist auf den blassblauen Horizont gerichtet. Nach der zweiten Woche ihres Teneriffaurlaubs ist ihre Haut braun gebrannt, das dünne weiße Leinenhemd, welches sie sich von Caspar geborgt hat, umspielt ihre Taille und flattert leicht in der sanften Brise. Neben ihr liegt ein zerfledderter Reiseführer mit dem Titel “Kanarische Inseln”, der bereits mehrfach notdürftig mit Klebeband zusammengeflickt wurde, wenige Meter entfernt sonnt sich eine große, grüne Eidechse.

Die Strandpromenade Candelarias ist um die Mittagszeit nahezu menschenleer, wie die meisten Strandpromenaden und Strände um diese Zeit, weshalb sich Maria auch sofort umdreht, als endlich Caspars Schritte auf den Steinplatten ertönen.

“Wo warst du denn? Ich warte schon seit einer halben Stunde!”, ruft sie ihm entgegen, während sie sich gleichzeitig mit einer gereizten Handbewegung eine kastanienbraune Haarsträhne aus der Stirn streicht.

Caspar schüttelt nur leicht den Kopf und beißt in einen Apfel. “Mietwagen abholen”, murmelt er und lässt sich neben Maria nieder. “Ja dann los! Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit. Ich will heute noch am Pico del Teide ankommen!”.

Wenige Minuten später fahren die beiden in dem kleinen geliehenen VW-Polo Richtung Innenland. Caspar hat die Fenster heruntergelassen und sitzt summend am Steuer, Maria zitiert aus dem abgegriffenen Reiseführer:

“Die Guanchen waren die prähispanischen Ureinwohner der kanarischen Inseln. Sie begannen bereits 3000 vor Christus, das Gebiet der Kanaren zu bevölkern. Einige Legenden besagen, dass Gran Canaria einst das versunkene Reich Atlantis war, diese Theorien sind jedoch nicht nachgewiesen. Viel wahrscheinlicher handelte es sich bei den ersten Siedlern um Bewohner der Wüste Sahara, die mit ihren kleinen Binsenbooten auf die fruchtbare Inselgruppe übersetzten.

Die Hellhäutigkeit der Kanarier und archäologische Funde weisen darauf hin, das zu einem späteren Zeitpunkt auch aus Europa stammende Volksstämme auf die Inselgruppe der Kanaren übergesetzt haben. Geheimnisvolle Zeichen, die in Felsen und Höhlen geritzt wurden, zeugen heute noch von ihrer Geschichte.

Die meisten Ureinwohner lebten mit ihrer Familie in schattigen Berghöhlen und strohgedeckten Steinhäusern. Sie ernährten sich von Viehzucht und Ackerbau. Archäologische Funde, zeugen davon, dass sie Gefäße aus Ton und steinerne Messer fertigten, Möglichkeiten zur Waffenherstellung aus Metall waren ihnen jedoch unbekannt. Auf Teneriffa wurde zudem der sogenannte Banot, ein aus Holz gefertigter Wurfspeer verwendet. Als Schmuck dienten Muscheln, Knochen und Tonkugeln, Kleidung und Schuhe bestanden aus Tierfellen.”

„Ist ja spannend. Aber warum liest du mir das jetzt alles vor?“ Caspars schlanke Finger trommeln im Rhythmus seines Pfeifens auf dem schwarzen Lenkrad, mit der anderen Hand bedient er geschickt die Gangschaltung. „Ich finde das alles wahnsinnig aufregend“, erklärt Marie. “Seit ich diesen Reiseführer als kleines Kind auf den Flohmarkt bekommen habe, wollte ich schon immer mehr über die Sagen Teneriffas erfahren. Und jetzt wo wir endlich hier sind…” “Na dann bin ich ja mal gespannt”, lächelt Caspar und streicht Marie sanft über die Wange. “In einer halben Stunde sind wir da.”

Tatsächlich erreichen die beiden nach einer weiteren halben Stunde das Besucherzentrum des Nationalparks „Parque Nacional de las Cañadas del Teide”, El Portillo. Umgeben von grünen Wäldern erhebt sich hier der schneebedeckte Vulkan aus schroffem grauem Felsgestein. „El Pico del Teide – der schneebedeckte Gipfel“, flüstert Maria ehrfürchtig. „Die Angehörigen der Guanche nannten ihn auch ‚Echeyde‘.“

Mit warmen Fleecejacken und Sonnenbrillen im Gepäck steigen Maria und Caspar in die Seilbahn el Teleférico, die sie bis zur Spitze des 3550 Meter hohen Vulkanberges bringt. Unter ihnen erstreckt sich das schroffe, kaum bewachsene Kraterlandschaft, mit ihrem ganz eigenen rauen Charme. Lässt man den Blick schweifen, hat man eine herrliche Aussicht über die Landschaft Teneriffas und bei guter Sicht kann man sogar die Küste Afrikas erspähen.

Nach einem atemberaubenden Rundgang kehren Sie zurück zur Seilbahnplattform und wollen gerade in die nächste Gondel steigen, als Maria einen alten Mann erblickt, der bettelnd in der Ecke sitzt. Sein Gesicht ist tiefbraun vom Wetter gegerbt, seine Kleidung abgetragen und fadenscheinig, vor ihm liegt ein schlichter grauer Hut, der ein paar wenige Münzen enthält. Seine Augen sind von einem dichten Fältchennetz umgeben und wirken resigniert und müde. „Warte mal“, flüstert Maria Caspar zu. Seine Hand loslassend, eilt Sie zielstrebig auf den alten Mann zu und drückt ihm einen Geldschein in die Hand. „Wissen Sie etwas über die Legende der Guanche?“, fragt sie in gebrochenem Spanisch. Die Augen des Alten beginnen zu leuchten. Er lässt den Geldschein schnell in seiner Tasche verschwinden und leckt sich über die aufgesprungenen Lippen.
“¡Sí, sí, claro que si!”, verkündet er eifrig nickend und zieht Marie zu sich herab auf den staubigen Boden.

„Einst vor langer Zeit, als die Guanche noch auf der Insel lebten…“ hebt er mit raunender Stimme an „…bewohnte der grausame Dämon ‚Guayota‘ diesen Berg und rächte die schlechten Taten der Menschen mit Vulkanausbrüchen. Er versetzte den ganzen Stamm in Angst und Schrecken. Zusätzlich hielt er in seinem Vulkan, hier im Echeyde, den Sonnengott ‚Magec‘ gefangen, weshalb die Insel in Finsternis getaucht war. Die Ureinwohner hatten schreckliche Angst vor der Dunkelheit und flehten ihren höchsten Gott ‚Achamán‘ um Hilfe an. Schließlich erhörte dieser ihre Gebete und befreite Achamán aus den grausamen Fängen des Dämons Guayota. Er verjagte diesen von der Insel und verschloss den Vulkan mit einem Stopfen aus Zuckerbrot, dem Pan de Azúcar. Von da an ward der böse Dämon nicht mehr gesehen und das Guanchenvolk lebte in Ruhe und Frieden auf der Insel.“
Über seine Lippen huscht ein verstohlenes Lächeln. “Manche Stimmen behaupten, der Dämon sei zurückgekehrt und der Vulkan würde bald wieder ausbrechen. Die Menschen sind böse, es geschieht so viel Schlechtes auf der Welt.” Er packt Marias Arm und flüstert: “Nehmen Sie sich in Acht señorita, nehmen Sie sich in Acht.” Sein warmer Atem riecht stark nach Tabak und er krallt seine gelblichen Fingernägel in Marias Arm: “Die Welt ist ein gefährlicher Ort, ein gefährlicher Ort…”

Unangenehm berührt von seiner Eindringlichkeit macht Maria sich los und drückt dem Alten noch einen Geldschein in die Hand. “Gracias señor! Muchas gracias!”, ruft sie hastig und läuft mit schnellen Schritten zu der Gondel wo Caspar bereits auf sie wartet. Nach der düsteren Botschaft des Alten erscheint ihr der warme Sommertag plötzlich surreal, die vom Himmel brennende Sonne lässt sie schwindeln.

Vor ihren Augen dreht sich alles und als sie wieder erwacht, liegt sie auf den warmen Steinplatten der Strandpromenade. Neben ihr sonnt sich eine grüne Eidechse und Caspar steht breitbeinig über ihr und wedelt mit dem zerfledderten Reiseführer: “Wolltest du nicht sofort nach El Pico del Teide fahren? Ich habe den Mietwagen schon vor einen halben Stunde geholt!”

 

Winterzauber in den Bergen

Von Valle Gran Rey am 19. Dezember 2011 veröffentlicht

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit steht bei Familie Salvenmoser, der lang erwartete Winterurlaub an. Auch dieses Jahr soll es wieder nach Österreich zum Skigebiet Wilder Kaiser gehen. Dort befindet sich ein kleines, aber feines Bergdorf, das sich Ellmau nennt und schon seit Jahren das Haupturlaubsziel der Familie Salvenmoser ist.

Einen Tag vor Heilig Abend soll es nun soweit sein. Lilli, die Tochter der Salvenmosers ist mittlerweile sechzehn Jahre alt und hatte eigentlich besseres vor, als mit ihren Eltern gemeinsam in den Skiurlaub zu fahren. Viel lieber wäre sie mit Freundin Sarah nach New York geflogen, um dort mit einer riesigen Party ins neue Jahr zu feiern. Dabei hat sie allerdings nicht mit ihrem Vater gerechnet. Für Martin Salvenmoser ist es unverzichtbar, dass die ganze Familie an Weihnachten zusammen ist.

Völlig unmotiviert und mit schlechter Laune packt Lilli ihren Koffer ins Auto. Die gesamte Fahrt redet sie kein Wort mit ihrem Vater. Auch auf ihre Mutter Elisabeth ist sie nicht gut zu sprechen. Wenigstens von ihr hätte sie sich mehr Unterstützung erhofft, aber auch Elisabeth Salvenmoser hat es nicht geschafft ihren Mann umzustimmen.

In Ellmau angekommen wurden erst einmal die Hotelzimmer bezogen. Zum Glück hatte Lilli ein Einzelzimmer und konnte zumindest in der Nacht ihre Privatsphäre genießen. Gleich in der ersten Nacht, nahm sie ihr Handy zur Hand und rief Freundin Sarah an und klagte ihr ihr Leid. Lilli hatte keinen blassen Schimmer, wie sie diese verflixten zehn Tage in diesem Dorf überstehen sollte….

Der erste Tag war angebrochen und Lilli saß gemeinsam mit ihren Eltern am Frühstückstisch. Draußen schneite es und Ellmau verwandelte sich nach und nach in das reinste Winterparadies. Ganz leise schneite es vor sich hin und Lilli wollte am liebsten den Tag auf ihrem Zimmer verbringen. Martin Salvenmoser dagegen hatte etwas Besseres vor und schlug vor, mit der Familie eine Winterwanderung zu unternehmen. Elisabeth Salvenmoser fand das eine super Idee und so musste eben auch Lilli mit.

Wohl oder übel fügte sich Lilli, zog ihre Schneehose, ihre Moonboots, Schal, Mütze und Handschuhe an und los konnte es gehen. Der Weg ging um den Hintersteiner See. Martin Salvenmoser war der Meinung, dass sich der Rundgang um maximal eine Stunde handeln sollte. Für Lilli dauerte es allerdings schon geschätzte drei Stunden und ein Ende war noch lange nicht in Sicht. Im Gegenteil: Es schneite immer heftiger und man sah beinahe die Hand vor seinen Augen nicht mehr. Noch dazu fegte mittlerweile ein eisiger Wind, der Lilli die Schneeflocken nur so ins Gesicht blies. Das schlimmste war jedoch, das weit und breit kein Mensch außer ihrem Vater und ihrer Mutter zu sehen war.

Es sollte noch schlimmer kommen, als Lilli auf der Wandertour plötzlich ihren menschlichen Bedürfnissen nachgehen musste. Da keine Toilette zu sehen war, blieb ihr nichts anderes übrig, als in den Wald zu gehen. Langsam und vorsichtig tastete sie sich von Baum zu Baum und fand irgendwann das passende Plätzchen. Als sie das so saß, entdeckte sie hinter einem Baum einen kleinen Hundewelpen, der vor lauter Kälte zitterte. Sie nahm ihn zu sich, unter ihre Daunenjacke, um ihn zu wärmen und suchte links und recht nach seinem Herrchen ab. Jedoch konnte Lilli niemanden finden. Auch ihre Rufe wurden nicht erwidert. Also entschied sie sich, den kleinen Welpen erst einmal mitzunehmen. Hätte sie das nicht getan, wäre er sicherlich innerhalb kürzester Zeit im Wald erfroren.

Lillis Vater war über ihr Mitbringsel nicht begeistert. Er fragte sie, wie sie sich das vorstellen würde. Im Hotel seien keine Hunde erlaubt und ihn einfach einzuschmuggeln erlaubte er auch nicht. Martin Salvenmoser schlug vor, den Hund auf dem nächsten Bauernhof abzugeben. Lilli schossen die Tränen in die Augen, denn sie konnte nicht verstehen, dass ihr Vater so herzlos gegenüber diesem kleinen Welpen sein konnte. Auch Elisabeth Salvenmoser konnte sich das nicht länger mit ansehen. Sie erlaubte Lilli, den Welpen vorerst, auch ohne Einwilligung des Hotels, mit auf ihr Zimmer zu nehmen. Lilli strahlte über beide Ohren, während ihre Eltern einen heftigen Streit wegen dieser Sache hatten.

Von diesem Tag an, war für Lilli der Urlaub gerettet. Täglich ging sie mehrmals mit dem Kleinen raus, damit er sein Geschäft erledigen konnte. Hier in der schönen Umgebung Tirols konnte Sie Ihren Urlaub mit Hund so richtig genießen. Insgeheim hoffte sie, dass niemand den kleinen Mann vermissen würde, denn dann würde sie ihn selbstverständlich mit nach Hause nehmen. Diese Rechnung hatte sie jedoch ohne ihren Vater gemacht. Martin Salvenmoser bestand darauf, dass sie sein Herrchen ausfindig machen sollte oder ihn an jemanden abgeben würde, der gut für ihn sorgen kann. Lilli wurde ein weiteres Mal von ihrem Vater enttäuscht.

Es war Samstagabend, als Lilli ihre Mutter bat, abends auf den Kleinen aufzupassen. Inzwischen waren drei Tage vergangen und niemand hatte sich gemeldet, dass er einen Hundewelpen vermissen würde. An diesem Abend wollte Lilli mit einigen Mädchen, die sie im Hotel kennen lernte, auf eine Party gehen. Die Party fand in einer kleinen, beschaulichen Kneipe statt. Die Kneipe war mit vielen Kerzen, romantisch aufgemacht und Lilli fühlte sich gleich pudelwohl. Es war ein lustiger Abend. Sie unterhielt sich über Gott und die Welt mit ihren Mädels und merkte dabei gar nicht, wie die Stunden vergingen. Immer wieder fiel ihr dabei ein Junge auf, der auch mit ein paar Freunden unterwegs war und eine ziemlich traurige Miene machte.

Lilli ging auf ihn zu und fragte ihn nach seinem Namen und weshalb er denn so traurig sei. Er sagte er hieße Mario und sein Hund sei vor drei Tagen weggelaufen. Des Weiteren glaubte er nicht mehr daran, dass dieser noch leben würde, bei diesem harten Winter. Lilli konnte nicht glauben, was sie da zu hören bekam. Sie erzählte Mario davon, dass sie seinen Hund am See gefunden hatte und er bei ihrer Mutter, im warmen Hotelzimmer lag. Mario war überglücklich und umarmte Lilli.

Von diesem Tag an waren Lilli und Mario unzertrennlich. Sie verbrachten den gesamten Urlaub gemeinsam und verliebten sich unsterblich ineinander. Für Lilli war der kleine Welpe ein Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass es einen Sinn haben sollte, in diesem Urlaub dabei zu sein. Der Sinn war es, in diesem Bergdorf die ganz große Liebe zu finden.

Abenteuer Spontan-Urlaub: Drachenfliegen auf einer Nordseeinsel

Von Tina Wagner am 18. Januar 2011 veröffentlicht

m letzten Jahr habe ich das erste Mal Urlaub auf einer Nordseeinsel gemacht und meine Leidenschaft fürs Kitesurfen entdeckt. Wer nach meiner verrückten Geschichte feststellt, dass das auch mal eine Reise wert ist, sollte dringend vorher eine Unfallversicherung abschließen. Denn der Trip stellte sich als nicht ganz ungefährlich heraus.

Bereist die Anreise gestaltete sich abenteuerlich. Meine Freundin und ich sind, natürlich wie immer, erst so spät angereist, dass nur noch eine Fähre vom Festland auf die Insel übersetzt hat. Das bedeutete, eine Hinfahrt ohne Rückfahrschein. Diese Tatsache allein hätte uns auch nicht weiter beunruhigt, wenn wir bereist eine Unterkunft gebucht hätten. Da wir aber beide immer besonders spontan sein wollen, wollten wir uns auch dieses Mal überraschen lassen. Am Bestimmungsort angekommen, hatte sodann auch nicht einmal mehr die Kurverwaltung geöffnet. Zufällig trafen wir ein paar Einheimische, die uns ungläubig ansahen als wir ihnen mitteilten, dass wir auf der Suche nach einer Unterkunft seien. Dazu muss man wissen, es waren gerade Schulferien und die Ferienwohnung, Hotels und sonstige Möglichkeiten restlos ausgelastet. Glücklicherweise nahmen sie uns mit zu sich nach Hause, um von dort das örtlich Telefonbuch abzutelefonieren und so doch noch eine Übernachtungsmöglichkeit finden zu können. Es ergab sich tatsächlich noch eine Möglichkeit, die uns beiden aber einen gehörigen Schrecken einjagte. Ein Hotel auf der Insel hatte noch eine Suite frei, die uns allerdings unser gesamtes Reisegeld von 350 Euro gekostet hätte. Als Studentinnen war es uns beim besten Willen nicht möglich dieses Angebot anzunehmen. Entschlossen, die netten Leute nicht länger zu belästigen, begaben wir uns auf eigene Faust auf die Suche. Allerdings war die Insel nicht besonders groß und es wurde bereits dunkel, zusätzlich regnete es auch noch in Strömen, sodass wir in eine Tanzbar einkehrten und uns dort mit einem Grog aufwärmten. Es blieb dann auch nicht bei einem Grog, sondern die Anzahl der Getränke mehrte sich. Als ich am nächsten Tag erwachte befand ich mich noch immer in besagter Tanzbar, allerdings zugedeckt auf einer Bank. Nachdem wir uns bei einem Frühstück gestärkt hatten, machten wir uns auf den Weg zur inzwischen geöffneten Kurverwaltung, die uns dann tatsächlich auch noch eine Ferienwohnung vermitteln konnte.

Nachdem wir dort angekommen waren, ausgepackt und geduscht hatten, wollten wir uns auch sogleich unserem neuen Hobby widmen, dem Kitesurfen. Das stelle sich Anfangs recht schwierig dar, da die Lenkseile heillos durcheinander waren und wir fürs Entwirren bereits einen halben Tag benötigte. Nachdem dies getan und der Drachen aufgebaut war, war es dann wiederum schwierig ihn die Luft zu bekommen. Aber ich habe es geschafft: Im ersten Moment befand ich mich in einem Hoch der Gefühle, welches dann fast augenblicklich in pures Entsetzen umschlug. So muss man wissen, dass die Windstärken auf einer Nordseeinsel schon enorm werden können, dies hatte ich etwas unterschätzt. Jedenfalls riss mich der Drachen vom Boden hoch und flog mit mir Richtung Meer. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr, wie ich wieder den Boden unter meinen Füßen erreichte, jedenfalls war der Aufprall recht heftig, sodass ich mir sofort den Knöchel verstauchte. Der Schmerz war schon enorm aber sobald ich Wochen später wieder genesen war, habe ich mein Training wieder aufgenommen.

Tina Wagner



Kurztrip nach Wernigerode – Ein Reisebericht

Von Artikelpro am 11. Oktober 2010 veröffentlicht

Kurz entschlossen hatten wir uns, meine Frau und ich, für einen Kurztrip nach Wernigerode entschieden. Die Stadt die am Nordrand des Harzes liegt. Sie wird auch die “Bunte Stadt am Harz” genannt. Schon bei der Anreise konnten wir das auf einem Hügel liegende neugotische Wernigeröder Schloss, dass erhaben über der Stadt thront, bewundern.

Im Stadtkern faszinierte uns vom ersten Augenblick an, die Vielfalt der prachtvollen Fachwerkhäuser, die sicher auf alle Besucher einen besonderen Reiz ausüben. Aus dem umfangreichen Übernachtungsangebot hatten wir uns für das KW Hotel Wernigerode entschieden.

Für unseren ersten Rundgang hatten wir uns für das Gelände, auf dem 2006 die Landesgartenschau stattfand, entschieden. Hier ist der Wernigeröder Bürgerpark entstanden. Im Jahr 2009 wurde hier der “Kleine Harz” eröffnet. Sehenswerte Gebäude, Kirchen und sonstige Bauwerke aus dem gesamten Harz sind hier im Maßstab 1:25 nachgebildet worden.

Im Umfeld des Kongresszentrums beginnt der Planetenweg, hier wird dem interessierten Gast unser Planetensystem leicht und verständlich dargestellt. Ein lohnenswertes Ziel liegt am Ende dieses Erlebnispfades, das Harzplanetarium. Astronomieinteressierte Besucher werden begeistert sein. Ein besonderes Erlebnis für uns war die Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn zum Brocken.

Aus dem guten und reichhaltigen Restaurantangebot fanden wir täglich etwas Passendes für uns.

Unser Fazit: In Wernigerode findet, ob Einzelreisender oder Familien, jeder etwas für ihn passendes. Wir werden bestimmt wieder kommen.

Abenteuerurlaub auf den Philippinen

Von ghostwriter am 27. September 2010 veröffentlicht

Vor eineinhalb Jahren habe ich mit vier Freunden einen wunderschönen Road Trip entlang der Ostküste der philippinischen Insel Mindanao gemacht. Unterwegs waren wir mit einem roten Jeep. Da die Ostküste von Mindanao alles andere als touristisch gut erschlossen ist, übernachteten wir meist in unseren mitgebrachten Zelten oder in offenen Bambushütten. So waren wir oft ein “gefundenes Fressen” für viele umherschwirrende philippinische Mücken. Den ganzen Beitrag lesen »

Spanischer Traum zwischen Flamenco und Realität

Von bigboy am 16. September 2010 veröffentlicht

Zwischen Kastilien-La Mancha und der Extremadura liegt Andalusien und lockte mich mit den rhythmischen Klängen des Flamenco, in andalusischen Hinterhöfen, charmanten spanischen Gärten und tanzenden Schönheiten, die mit ihrem langen rotschwarzen Kleidern ihre Reize betonen und einem nackten Rücken entzücken. War es einst das Klang der vielen Kulturen, der Flamenco und heute als spanische Musik weltweit bekannt, der sich in Spanien fand und mein Interesse weckte, mündete ich in einem billigen stummen Hotel, einer spartanisch-modernen Mainstream-Ausstattung ohne spanischen Flair. Die Zimmer waren klein, dunkel und stickig. Erwartete ich doch, dass in Sevilla das Klima heiß und trocken ist, drückte das Zimmer doch meine Stimmung. Es fühlte sich an wie Liebeskummer, ein Stechen im Körper wenn die Liebe nicht erwidert wird, wenn Wünsche und Hoffnungen nicht erfüllt werden. Noch am gleichen Abend der Ankunft versuchte ich mich nach dem langen Flug auf dem harten Bett des blaugelben Möbelausstatters zu entspannen und meine Gefühle über die Enttäuschung des ersten Eindrucks einzudämmen, als klappernde Kastagnetten meine Aufmerksamkeit weckten.

Als die akustische Gitarre anfing den Hinterhof des Hotels zu beschallen und eine schöne weibliche Stimme die die Gassen beschallte, zog es mich aus meinem Zimmer. Selbst durch die kleinsten Gänge, alten Treppenhäuser und hölzerne Türen geschmückt mit echten Rosen, schallte der Flamenco mir den Weg zu den Wurzeln des spanischen Lebens. Der Mentalität und des Traums, dem man sich hingibt, wenn spanische Gitarre ihre Töne durch die Luft schwingt und längst nicht nur im Gehör mündet, sondern die Eroberung des Herzen als Ziel halt. Mag es ein romantischer Moment gewesen sein, da ich nicht erwartet hätte dass eine Unterkunft in Sevilla dieser Qualität die historischen Türen mit echten Rosen beschmückt. Wohl war es der Duft der Rosen, der meine Nase erreichte und plötzlich mein Empfinden veränderte. Als die weibliche Stimme in mein Herz schallte, bestürmte mich ein Gefühl, das ich nicht beschreiben konnte. Einen Sangria wollte ich mir erst im Laufe des Abends gönnen, doch die Gitarrenklänge und der schnelle Takt der Kastagnetten lösten ein Gefühl der Euphorie aus, die Stimme der Flamencosängerin ein Gefühl der Verliebtheit und die Rosen eine Stimmung der Sorglosigkeit. Kurz in Gedanken verlaufen, öffnete ich die mit Rosen beschmückte Tür, um die spanischen Musiker auch mit meinen Augen zu sehen und was ich sah, war mein Nachttisch.

Doch das Gefühl der Leidenschaft und Begeisterung war nicht vergangen, so machte ich mich auf aus dem Zimmer in die Gassen Sevillas. Weit müsste ich nicht gehen, lange dürfte es nicht dauern, um eine spanische Flamencogruppe anzutreffen und meinen Traum wahr zu machen.

Faszination K E N I A

Von Lo-Com am 7. Mai 2010 veröffentlicht
Mombasa Creek - Mtwapa - Moorings
Es ist sehr schwer zu beschreiben, weshalb Kenia auf so viele Menschen diese unglaubliche Faszination ausübt.
Die meisten Kenia-Reisenden sagen: Entweder man liebt Kenia und kommt immer wieder oder man hasst es.
Die erste Reise nach Kenia, wir wissen über dieses Land recht wenig. Wilde Tiere wie der Löwe, Gnu’s, Giraffen und Zebra’s kennen wir nur vom Fernsehen.
Beim Landeanflug auf Mombasa sieht man eine grüne Hügellandschaft, einen Fluss und kleinere Dörfer. Es regnet, sanfter Nieselregen. Die Stewardess teilt mit, dass die Außentemperatur am frühen Morgen 28° C beträgt und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Regen und Hitze – kaum vorstellbar – kurz verschlägt es beim Aussteigen aus dem Flugzeug einem den Atem. Die Kleidung beginnt am Körper zu kleben –es riecht sehr intensiv nach nassem Gras, Blüten und Kerosin der Maschinen.
Zollkontrolle – der erste kenianische Stempel im Reisepass.
Die Fahrt zum Hotel führt vorbei an den Hütten der Kenianer durch Mombasa. Dort herrscht bereits geschäftiges Treiben, überall Afrikaner, die zur Arbeit eilen. Dann führt die Fahrt durch ein Villenviertel – traumhaft schöne Häuser in wundervollen Gärten mit Palmen und Bougainville in allen Farben.
Ankunft im Hotel – ein Willkommensdrink wird gereicht – frischer Saft, gekühlt, das Glas mit Blüten verziert. Bezug des Zimmers, Frühstück, Koffer auspacken. Man ist müde, fühlt sich schmutzig und ausgelaugt nach dem langen Flug. Und trotzdem, nach einer Dusche spürt man die Neugier in sich aufsteigen, man geht los, die Umgebung erkunden.
Wunderschön die Grünanlage der Hotels. Der Weg führt über Natursteinplatten hinunter zum Strand – überwältigend der Anblick vom Indischen Ozean. Diese Farben, alle Variationen von Blau und das fast an Schnee grenzende Weiß des feinkörnigen Sandstrandes. Dann das Grün der Palmen, die fast bis ans Meer reichen.
Abends ist man erstaunt, wie schnell es dunkel wird. Es gibt keine richtige Dämmerung, die Sonne versinkt sehr rasch am Horizont. Aber auch der Sonnenuntergang ist ein Traum. Je nach Jahreszeit in den Farben völlig unterschiedlich – von tiefem Rot bis zu sanftem Blau.
Nachts die unbekannten Geräusche – laut zirpende Grillen, es raschelt im Gebüsch, die Palmblätter bewegen sich raschelnd im Wind, Nachtvögel rufen. Die Sterne scheinen näher und vielzähliger zu sein als in der schönsten Sternennacht im europäischen Sommer. Der Vollmond ist größer  und nimmt in liegender Lage – umgekehrt als zuhause – zu. Fledermäuse fliegen lautlos umher.
Es entwickelt sich ein neues Bewusstsein für die Umgebung. Man beginnt eher auf die verschiedenen Geräusche zu hören, die Gerüche der Pflanzen, der Luft überhaupt scheint sich zu intensivieren. Die Sonne wird als wohltuender und wärmender empfunden, der Wind scheint sanfter zu wehen. Der Himmel ist blauer und niemals zuvor gesehene riesige, wunderschöne Wolkenformationen türmen sich am Horizont.
Dann die Safari. Wir sehen zum ersten Mal frei in der Natur lebende Löwen, Giraffen, Zebra’s, Gnu’s, Büffel – es scheint irreal und ist doch absolut überwältigend. Auch die grünen Weiten des Buschlandes – als ob dieses einen aufsaugt, man verliert sich – fühlt sich so unendlich frei – und erstaunlicherweise unsagbar geborgen.
Die Kenianer – man ist sich fremd, die andere Hautfarbe scheint eine Barrière aufzubauen. Wir werden anfangs gemustert, beobachtet und irgendwie auf Distanz gehalten. Doch dann kommt man ins Gespräch. Interessante Gespräche über das Leben, Gott und auch aktuelle Politik. Einladungen werden ausgesprochen, wir besuchen die Menschen in ihren Häusern. Sie leben ganz anders als wir, es entsteht der Eindruck ärmlicher. Nein, sie sind zufrieden mit dem, was sie haben – der Herr gibt und nimmt. Ist das nicht das, was sich jeder wünscht – das Leben bewusst zu leben?
Es ist, als ob man in Kenia endlich zur Ruhe kommt – das Eigentliche gefunden hat und dies, obwohl wir mit Laptop im Gepäck reisen um unseren Online Fachhandel für Hydraulikzylinder auch vom Urlaub aus weiterführen können, d. h. trotz Arbeit  finden wir zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit. Auch treffen wir oft bekannte Gesichter am Flughafen – alles Menschen, auf die Kenia eine tiefe Faszination ausübt – und die, wie wir, immer wieder dorthin zurück gehen – in die zweite Heimat, nach Afrika, die Wiege der Menschheit.
All dies übt eben die Faszination Kenias aus.